Freunde und der Reiseführer schwärmen von dem Sonnenaufgang in Sarangkot in den höchsten Tönen ( Wortspielchen, denn Sarangkot liegt auf ca. 1600 Meter ). Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit hier in Pokhara ging es nun auch für uns zum heiligen Gral der Sonnenaufgänge. Lange Zeit grübelten wie wir Sarangkot erreichen können. Der Bus fährt so früh noch nicht, die SEILBAHN !!! kommt nicht infrage, zu Fuß geht auch nicht weil zu dunkel ( in Wahrheit reicht wohl unsere Kondition nicht aus ;-)) und deshalb bleibt nur noch das Taxi. Unsere Verhandlungen mit diversen Taxifahrern dauerte so 2-3 Tage. Immer mal wieder sprechen wir die Taxi-Kollegen an, meist werden wir angesprochen. Unser Herbergsvater sagt NRP 2000,00 auf der Straße variiert der „oneway“ Preis von NPR 1200,00 bis NPR 3000,00. Dann ist es endlich soweit, ein netter Kollege bietet NPR 1300,00 an und wir schlagen für den nächsten Tag zu. Die Wettervorhersage ist ein Sternchen mit’ner Doppel 1 ! Wir verabreden uns für 04:00 Uhr des nächsten Tages um den Sonnenaufgang um 05:12 Uhr nicht zu verpassen. Kurz nach 04:00 Uhr ging es hinauf auf ca. 1600 Meter. Unser hochmotivierter Taxifahrer brachte uns in ca. 20 Minuten zum Parkplatz am Aussichtspunkt. Unter dem wolkenlosen Himmel und bei erfrischenden Temperaturen gönnten wir uns noch einen Tee. Zu unserer Verwunderung TOGO……
An der Aussichtsplattform + Turm durften wir nochmals NPR 60,00 pro Person abdrücken. Klarer Fall von Abzug aber egal….;-) Auf der oberen Etage des Turms angekommen – ein Gerüst sorgte dafür, dass die Decke nicht auf uns stürzte – hatten wir einen phantastischen Ausblick auf das “ Annapurna Himalaya Gebirge “ Der Sonnenaufgang hielt was versprochen wurde, es war traumhaft. Nachdem die Sonne ein wenig aus dem Knick gekommen ist, konnten wir noch auf die schneebedeckten 5bis8 Tausender in voller Pracht sehen. Was für ein tolles Bild ! Wir legten noch eine kurze Frühstückspause ein und gafften danach noch einige Zeit auf die tollen Gebirgsformationen. Gegen 10:00 Uhr machten wir uns dann auf zurück ins Tal. Zur „Seeseite“ gibt einen super tollen Pfad – mit tollen Aussichten auf den Phewa-See / Pokhara „lakeside“ Nach weiteren 2 Stunden erreichten wir das Tal. Unseren tollen Vormittag begossen wir mit 1-2 Bierchen, danach war der Tag gegessen, denn wir können wohl keinen Alkohol mehr vertragen. Ein wundervoller Tag mit unseren ersten Eindrücken vom Himalaya Gebirge – zumindest während dieser Reise – geht zu Ende. Wir werden in nächsten Tagen und Wochen dem mächtigen Gebirge noch weiter auf den Zahl fühlen und darauf freuen wir uns schon so richtig !
Mit ca. 500.000 Einwohnern ist Pokhara die zweitgrößte Stadt Nepals. Dementsprechend ist es hier mal wieder etwas wuseliger. Wir befinden uns außerhalb der Saison und es ist mäßig was los hier. Wir genießen sämtliche Annehmlichkeiten einer touristisch erschlossenen Region in vollen Zügen. Unsere Unterkunft befindet sich in der Nähe des Phewa-Sees, wunderschön hier ! Es gibt einen Bootsverleih, eine 2 stündige Runde haben wir schon gedreht, einen Vergnügungspark mit Riesenrad und Schiffsschaukel etc…., eine schöne Promenade an der sich zahllose Restaurants und Bars von schick bis schrotti befinden. Das Wetter ist phantastisch – tagsüber etwas über 30° Grad und Nachts Anfang / Mitte 20° Grad – und seit vielen vielen Wochen können wir endlich mal wieder ruhig und lange schlafen.
Wir sind gerade auf einem Italo-Nahrungstrip und genießen Salat, Pizza und Pasta rauf und runter. Alles kein Problem hier in Pokhara. Hört sich eigentlich nicht nach unserem Ding an, tut uns aber gerade so richtig gut. Der Stadtteil “ lakeside “ ist schon eine Touriblase – es fühlt sich hier keinesfalls nach Großstadt an – und während der Saison wird es hier bestimmt mega voll. Die Unterkünfte – von Hotel bis Homestay – sind in Massen vorhanden, im Ortskern geht es eher entspannt asiatisch zu ( Im Gegensatz zu Indien ). Uns hat es auf Anhieb so gut gefallen, dass wir unsere Visa um weitere 15 Tage verlängert haben. Wir glauben nicht, dass es mit 7 Nächten in Pokhara getan ist……….
Von Tansen nach Pokhara fährt man mit dem 06:00 Uhr “ local bus “ oder dem 10:00 Uhr Tourisbus. Dank des Tempelfestes sind wir ja schon immer früh wach, also nehmen wir den 06:00 Uhr Bummelbus. Um 05:00 Uhr hoch und unsere Sachen zusammen packen. Unsere Gastfamilie ist auch schon auf den Beinen, es gibt sogar noch ein Frühstück ! Die beiden sind echt mega nett, es gibt noch ein Gastgeschenk und für jeden von uns noch einen roten “ Gute Und Sichere Reise Punkt “ auf die Stirn. Normal ja nicht so unser Ding – da in vielen Orten einfach nur Touri und ne Geldverdienmasche – aber hier in Tansen ist es etwas anderes. Hier finden wir es authentisch und wir machen gern mit.
Für die 120 Kilometer – durch tolle Berglandschaften – haben wir mal wieder unschlagbare 7,5 Stunden gebraucht. In Pokhara angekommen wurden wir in der Ortsmitte an der Hauptstraße rausgeschmissen und von dort ging es per Taxi in Richtung “ lakeside “ Dort angekommen hatten wir schon ein paar Unterkünfte im Visiert und gleich beim zweiten Versucht hat es gepasst ( NPR 9000,00 für 7 Nächte ). Unser neues Domizil ist die Green Peace Lodge “ Schönes großes Zimmer mit Balkon und anschließender Riesenterrasse + Seeblick ( eingeschränkt ). Da kann Christina mal wieder so richtig “ Yogieren “ Wir gönnen uns ne richtig geile Pizza und einen grünen !!!! Salat. Man war das lecker. Wir schlendern noch ein wenig an der Uferpromenade und dann geht es ins Bett. Hier geht die Post ab in Sachen Touri, für uns aber genau das Richtige jetzt. Wir finden es mega geil hier in Pokhara.