Über Jahre hinweg konnte sich die Christl gegen diese Sitte wehren. Alles geschah aus Freundlichkeit und die Christl konnte einfach nicht nein sagen. Der Klebepunkt konnte schnell wieder entfernt werden ( Erinnerte mich an meine Schulzeit…… Für gute Leistungen gab es einen Punkt auf den Schreibtisch ). Welcome to India Christl. Mach schnell wieder weg das Ding, ist einfach nur Touri
Über die Nacht müssen wir euch ja nichts erzählen, nicht anders als erwartet war es sehr laut. Wir hatten vielleicht zwei bis drei Stunden Schlaf. Aber so konnten wir wenigstens früh aufbrechen. Also Sachen packen, auschecken, Tee trinken ( sowie Brille abholen, die Winnie am Abend vergessen hatte ;-)) und ab zum Bus Terminal. Wir mussten erst ca. 30 Minuten nach Ajmer fahren und dort dann umsteigen. Die Fahrt nach Bundi dauerte ca. 5 Stunden und war ganz okay, wir waren die einzigen Langnasen im Bus, sonst nur Locals, so mögen wir das. Die Ankunft in Bundi war ganz unaufgeregt, keiner der uns nervte, wir sollen doch unbedingt mit seinem Tuk-Tuk fahren oder in sein Hotel kommen. Ganz ungewohnt. Wir machten uns zu Fuß auf die Suche nach einer Unterkunft, denn vorgebucht hatten wir dieses Mal nichts. Unser Ziel war der See und nicht direkt die Altstadt, in der Hoffnung etwas Ruhe zu finden. Was wir auf dem Weg sahen, gefiel uns schon mal. Eine kleine Stadt mit engen Gassen, alten Gebäude, netten Menschen, toller Atmosphäre und immer mit Blick auf den Palast und die Festung. Direkt unterhalb der Festung, am See mit einem schönen Garten fanden wir unser Hotel ( Nasal Sagar Palace ). Hier fühlen wir uns wohl und jetzt heißt es entspannen, denn wir sind sehr, sehr müde und haben uns beide eine dicke Erkältung eingefangen.
Um 09:30 Uhr sollte unser Bus nach Pushkar abfahren, also alles ganz entspannt. Am Bus-Terminal tranken wir erstmal leckeren Masala Chai Tee, ein Muss hier in Indien. Der Bus fuhr sogar recht pünktlich ab, aber wie soll es auch anders sein hielt der Bus noch an anderen Ecken der Stadt um weitere Leute einzusammeln. Nach ca. 3 Stunden erreichten wir Pushkar. Da der Kamelmarkt nur einmal im Jahr stattfindet und ein riesen Spektakel sein soll, haben wir uns ein Hotel im Voraus gebucht. Schon auf dem Weg vom Terminal zum Hotel war einiges los in den Straßen Puhkars, wir konnten auch schon einen Blick auf den Heiligen See werfen, aber erstmal wollten wir einchecken. Gesagt, getan und dann ging es auf Erkundungstour durch die Gassen, die gefüllt sind mit Läden, die das Traveller-Herz höher schlagen lassen, aber für unseren Geschmack etwas zu übertrieben und zu touristisch. Aber immerhin sind es ca. 95% indische Touristen. Zur Stärkung gab es eine gefüllte, frittierte Paprikaschote, fühlt sich an, als müssten wir die nächsten drei Wochen nichts mehr essen… Das Zeug stopft wie hulle. Weiter geht’s. Der See ist eine wichtige Pilgerstätte für die Hinduisten, auch hier wird gebadet was das Zeug hält. So, nun wollten wir aber endlich wissen was uns auf dem Kamelmarkt erwartet. Der Weg dahin war schon ein Ereignis, Menschenmassen, bunt wie immer und rechts und links, Souvenir-Stände, Essenstände, Teestände so weit das Auge reicht. Was wir vorher nicht wußten, der „richtige“ Kamelmarkt, also der Verkauf der Kamele, findet nur an den ersten drei Tagen statt und heute ist bereits der fünfte, Verhandlungen haben wir somit keine miterleben können, aber es waren trotzdem noch einige Kamele da, schön geschmückt und bemalt. Auch interessant und noch in vollem Gange war der Pferdemarkt. Verschieden Zuchtställe haben Ihre Pferde ausgestellt, vor allem die Hengste zur Schau gestellt und hier konnte auch gekauft werden. Die Pferde sind eine etwas seltsame Züchtung mit extrem gebogenen Ohren und oft nicht stimmigen Proportionen. wem’s gefällt… Und dann gab es noch den Rummel mit gleich vier Riesenrädern und nem heiden Lärm. Hier ist was los 🙂
Mal ganz abgesehen von Jaipur, wir sind wieder zu Hause…. In der Welt 😉 Ich sagte noch zu Christina “ mal schauen wie lange ich brauche um mich zu akklimatisieren “ Was soll ich Euch sagen, diese Frage hatte sich nach dem ersten kleinen Frühstück an der Strasse erledigt. Wirsind bereits voll und ganz angekommen. Die erste Nacht war entspannt. OK, das Badezimmer unserer Nachbarn hat ein Fenster zu unseren Badezimmer und somit dürfen wir an deren Badezimmer und Klo Aktivitäten teilnehmen ( und die auch an unseren ). Das nehmen wir mal “ for free “ mit. Ansonsten Unterkunft super. Für EUR 10,00 die Nacht kann man echt nicht meckern. Bis sage und schreibe 09:30 Uhr haben wir geschlafen. Unser erstes Ziel in Jaipur, die Altstadt ( auch PINK City genannt ). Der Kollege vom Hostel war schon etwas enttäuscht, dass wir seine Tour Angebote nicht angenommen haben. Wir machen das aber wie immer: für jeden etwas von unserem Geld. Mit dem Tuk Tuk um die Ecke ging es dann in die ca. 3 Kilometer entfernte Altstadt. Wir liefen durch die Straßen und Märkte und ließen alles auf uns wirken. Die Gerüche, die Geräusche, die Farben, das Chaos….. Herrlich! Natürlich gab es auch Kultur. Das Wahrzeichen Jaipurs, der Hawa Mahal – Wind Palast – schauten wir uns erstmal von einem gegenüberliegenden Café bei einem Banana Shake und einem Maharaja Lassi an. Diesen Palast hat der Maharaja nur für seine Frauen bauen lassen, damit diese das Treiben der Stadt beobachten konnten. Es ging weiter zum City Palace und dem Jantar Mantar, eine
astronomische Sternwarte, die zwischen 1724 und 1734 errichtet wurde, unter anderm um die Zeit zu messen. Es gibt 14 nach astronomischen Gesichtspunkten entworfene Bauwerke, das größte ist das Samrat Jantar, eine Sonnenuhr mit einer Höhe von 27 m, die die Zeit auf etwa 2s genau anzeigen kann. Schon erstaunlich was damals alles möglich war. Dann schauten wir uns den Hawa Mahal auch noch von innen an und gönnten uns danach noch ein Fruchtshake gegenüber. Die Füße waren schon schwer aber wir gingen trotzdem den Weg zurück zum Hostel zu Fuß ( Die Tuk Tuk Fahrer wollten doch glatt EUR 1,20 anstatt der üblichen EUR 0,60 habe . so nicht ). Da schmeckte dann das Bier ( Old Monk war heute leider aus ) auf der Dachterrasse besonders gut! Gute Nacht Ranjit Boy
Das einzige wirksame Medikament gegen Reisefieber ? Ganz einfach und ohne chemische Zusätze, Ticket kaufen und weg. Dieses Hausmittel ist nicht Verschreibungspflichtig, naja auch nicht ganz billig aber egal, denn der Körper erholt sich von ganz allein. Pünktlich raus aus’m Büro, kurz nach Steilo zum Packen und ab zum Flughafen. Gepäck abgeben, durch den – wie immer – nervigen Zoll – und dann auf ein Feierabendbierchen in die Flughafen Bar. Mit einer kleinen Verspätung ging’s per A380 nach Dubai. In Dubai hatten wir dann 3 Stunden Aufenthalt bevor es dann per 777-300er nach Neu Delhi ging. Christl hat ausgiebig geschlafen und ich habe wieder sämtliche Kniffelrekorde an Bord gebrochen ( Könnt Ihr gern nachschauen. Mein Kniffelname Otze1910 ). In Neu Delhi angekommen hatten wir so ca. 3 Stunden Aufenthalt, die wir uns mit ein paar Kingfisher versüßt haben. Mit einer kleiner Propellermaschine ging es dann auf die letzte Tour nach Jaipur, gleichnamiges erreichten wir gegen 20:00 Uhr. Wir hatten es diesmal ein wenig krachen lassen, denn wir leisteten uns den Luxus abgeholt zu werden. Da klappte ganz toll. Kurz einchecken und ab auf die Dachterrasse ( Klare Regel in Indien Old Monk geht vor duschen ). Um 23:00 Uhr ins Bett. Wir waren sehr sehr müde. Ach ja unser Hostel ist auch super. Tolle Dachterr
asse, klasse Personal, laute Zimmer, gute Getränke und super Essen.