Eine VerlĂ€ngerung war ja leider nicht möglich, aber dann doch ein guter Grund um sich mal was anderes anzuschauen. Wir hatten schon von einigen Reisenden gehört, dass man auf Una Una toll tauchen kann und es dort einen aktiven Vulkan gibt. Vor Allem der Vulkan hatte es uns angetan, Tauchen kann man ja ĂŒberall đ Ăber das Telefon von Abu – SatellitenanschluĂ – haben wir zwei UnterkĂŒnfte auf Una Una angeschrieben. Eine RĂŒckmeldung bekamen wir lediglich vom â Sanctum â Dive Resort â welches unter französischer Flagge gefĂŒhrt wird bekommen. Dem Zufall sei Dank, dass am gleichen Tag 8 weitere GĂ€ste von Wakai nach Una Una wollten. So konnten wir uns das Boot teilen. Aber eins nach dem anderen. Um 05:30 klingelte der Wecker, denn um 06:00 Uhr ging es bereits los. Die PokiPoki GĂ€ste schliefen noch !!!, das gesamte Personal begleitete uns zum Boot. Das war mal wieder herzzereissendâŠ.. Ein letztes Mal hörten wir ein krĂ€ftiges EEEEEESSEN von Abu đ Was die GĂ€ste jetzt wohl denkenâŠ;-). Unsere â Mitfahrgelegenheiten â sind aus Gorontalo direkt angereist und werden uns sehnsĂŒchtig in Wakai erwarten. Nach 2 Stunden erreichten wir Wakai und wie bereits vermutet warteten die Una Una Besucher bereits auf uns. Kurze BegrĂŒĂung und ab aufâs Boot. ZunĂ€chst ging es zum Kaididiri um 2 weitere Personen einzusammeln. Damit wĂ€ren wir dann komplett. Leider hatten wir am Kaididiri Probleme mit dem Motor, nach einer Stunden und diversen Reparaturen ging es dann endlich nach Una Una. Wer jetzt aber glaubt, dass wir mal eben so nach Una Una kommen sollte sich tĂ€uschen. Der Motor ist diverse Male ausgefallen bis es dann schlussendlich – auf der HĂ€lfte der Strecke – nicht mehr weiter ging. Wir wissen nicht warum, aber ein Boot kam zur Hilfe. Nach weiteren Fehlversuchen machten wir dann auf das â neue â Boot rĂŒber. Mit 40 PferdestĂ€rken galoppierten wir in Rekordzeit – ohne weitere Pannen – in Richung Una Una. Unser neues Paradies erreichten wir dann gegen 13:30 Uhr. Unser GepĂ€ck kam 3 Stunden spĂ€ter mit dem â kaputten â Boot. Wir wurden sehr freundlich von der Sanctum Crew begrĂŒĂt. Das sieht schon alles sehr schön aus hier. Man sieht und spĂŒrt, dass der Laden von europĂ€ischer Hand gefĂŒhrt wird. Da wir nun schon mal im Sanctum sind, haben wir uns die andere Unterkunft – das Pristine Paradise Dive Resort – nicht angeschaut. Leider war nur noch ein â seaview â Bungalow zu IDR 450.000 pro Person / Nacht frei. Diesen haben wir dann fĂŒr 2 NĂ€chte gebucht um dann die weiteren NĂ€chte im viel schöneren â Garden view Bungalow / IDR 300.000 pro Person / Nacht – zu verbringen. Kurz gegessen, eingerichtet und ab ins Wasser, zum schnorcheln am Hausriff. Das Hausriff lĂ€Ăt schon mal grossartiges erwarten. Viele Fische, darunter ein Bumphead, tolle Korallen, ein Wrack und warme Vulkanströme unter Wasser. Das fanden wir schon mal mega toll. Nach dem Abendessen haben wir dann fĂŒr den nĂ€chsten Tag die ersten TauchgĂ€nge gebucht. Unser erster Eindruck vom Sanctum – die Insel selbst ist natĂŒrlich ein Traum – die familiĂ€re PokiPoki AtmosphĂ€re ist hier kaum vorhanden. Hier geht es nur ums TauchenâŠâŠ. Â
Unser Plan 4 Tage im PokiPoki zu bleiben ist klĂ€glich gescheitert, immer wieder haben wir verlĂ€ngert und wĂ€re ab dem 17.09. nicht alles ausgebucht gewesenâŠ. Wir wĂ€ren vielleicht noch immer daâŠ. đ Schon als wir mit dem Boot ankamen und den ersten FuĂ auf den Steg gesetzt hatten fĂŒhlten wir uns wohl. Das Team rund um das PokiPoki ist einfach Weltklasse. Alle sind so herzlich und es gibt einiges zu entdecken. In der Bucht lebt ein Krokodil, um das es viele Geschichten gibt, jeder will es schon mal gesehen haben – oder war es doch nur ein HolzstĂŒck, das im Wasser schwimmt?? Aber es ist tatsĂ€chlich da, sehr schĂŒchtern, nur nachtaktiv und immer in Distanz zu den nervigen Touristen. Abends im Schein der Taschenlampe konnten wir es erspĂ€hen. Es wurde auch Nachts einige Male direkt vor unserem Bungalow gesichtet, aber da lagen wir schon friedlich in unserem Bett. Von unseren Fledermaus-Mitbewohnern haben wir ja bereits berichtet, auĂerdem gab es auch direkt vor unserem Bungalow ein Baum, der abends von ganz vielen GlĂŒhwĂŒrmchen beleuchtet wurde – unser Weihnachtsbaum. Am Himmel haben wir Seeadler und sogar die berĂŒhmten Nashornvögel gesichtet, eine Art, die es nur auf den Togeans gibt. AuĂerdem viele verschiedene Krebse und Krabben. Die schöne Kokoskrabbe, hat sich uns leider nicht gezeigt, aber im Nachbar-Bungalow hat eine sich eines Nachts mal an der Decke ausgeruht. Und wenn man sich an die Fersen von Abu oder Uya gehĂ€ngt hat, gab es immer was zu entdecken. Entweder Uya kletterte mal eben eine Palme hoch um die KokosnĂŒsse zu ernten oder es wurde gefischt und der frische Fisch auch gleich auf dem Steg ausgenommen, oder im Watt wurden WĂŒrmer als Köder gefangen. Bei extremer Ebbe konnte man sogar den nĂ€chsten Ort – Insel aufwĂ€rts – zu FuĂ am Strand erreichen. Wir haben es nicht ganz geschafft, da wir etwas zu spĂ€t aufgebrochen sind. Am Strand begegneten wir tausenden von kleinen roten Krebsen, die sich bei kleinsten ErschĂŒtterungen – obwohl wir einige Kiloâs abgenommen haben – im Sand eingegraben. Einige ganz mutige Krebse versuchten uns davon zu sprinten. Viel Zeit verbrachten wir auf dem schönen Steg oder der vorm Steg ca. 100 Meter fest verankerten Platform. Da waren wir meist allein, denn die anderen GĂ€ste hatten wohl Angst vor dem Krokodil đ Nach dem Abendessen ging es dann meistens wieder zum Steg. Dank Uyaâs Adleraugen bekamen wir viel Unterwassergetier zu sehen ( u.a. Rochen, Squids, Lionfisch etc ). Auch genossen wir das Baden im Leuchtplankton. Ein mal wieder tolles Naturschauspiel. Und endlich mal wieder ein Ort an dem man die MilchstraĂe sehen kann. Ansonsten verbrachten wir die Zeit mit Essen – zu den Mahlzeiten schrie Abu immer â EEEEEEESSEN â durch den Dschungel, Lesen auf’m Steg, aufâs Meer glotzen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Unsere letztendlich 11 Tage im PokiPoki waren ein Traum. Der Abschied fiel uns richtig schwer. Aber mal schauen was uns noch so erwartete auf den Togian InselnâŠâŠ.
Nachdem der gestrige Ausflug – aufgrund â schlechten â Wetters – nicht stattgefunden hat, ging es nun heute auf zum Quallensee. Wir sind wieder 6 Menschen, die sich das Boot fĂŒr diesen Tagesausflug teilen können ( das Boot zu IDR 1.000.000 ). Um ca. 09:00 Uhr ging es dann los. Nach ca. 2,5 Stunden erreichten wir den Anleger ! am Quallensee. Nach der GröĂe des Piers zu urteilen könnte man denken, dass sich hier die Massen tummeln. Bei der Ankunft waren wir die einzigen, spĂ€ter gesellten sich noch ein paar Einheimische dazu. Der Quallensee ist lediglich von einer Felswand – so nennen wir es mal – vom Meer getrennt. Der See entstand dadurch, dass Meerwasser – mit Quallen – in das gleich gegenĂŒberliegende Areal schwappte. Die natĂŒrlichen Feinde der Quallen kamen nicht mit in den See, dadurch haben die Quallen die schmerzhaften Tentakel verloren, da keine Verteidigung mehr notwendig war. Man kann nun ganz gemĂŒtlich und ohne Schmerzen mit den Quallen ein Bad nehmen. Im See soll es nur so von Quallen wimmeln, aber als wir ankamen erstmal gĂ€hnende Leere. Grund fĂŒr den Quallenmangel ist die WĂ€rme, den wennâs zu warm wird verziehen sich die Quallen auf den Grund. Am Steg noch ein Hinweisschild â Bitte nicht in den See pinkeln â OK verstanden, alles klar ,-) Vom Steg ging es ins Wasser und wenn man in Richtung Mitte des Seeâs oder am Ufer schnorchelte konnte man erahnen was hier im Wasser los sein kann. Ist schon echt krass hier auch wennâs das eine oder andere Mal schon am Körper schwabbelte. Nach der Quallerei schnorchelten wir zum Strand nebenan. Schöne Korallen hier, wenig Fisch und leider sehr viel MĂŒll im Wasser. Das ist mal wieder sehr schade, den der Strand ist traumhaft schön. Wir suchten uns ein schönes Flecken – neben einem MĂŒllhaufen – und genossen das mitgebrachte Mittagessen. Nach dem Essen sowie einer weiteren Schnorchelei ging es zu einer verlassenen Insel. Am Riff verbrachten wir weitere 1,5 Stunden mit Schnorcheln. Die Christl hatte GlĂŒck – und gute Augen – und konnte einen Schwarz – Spitzen – Riffhai sehen. Nun aber nach Hause, denn es ist bereits 16:00 Uhr und wir haben noch ca. 2 Stunden Bootsfahrt auf der Uhr. Nach kurzer Zeit sichtete Uya – unser Guide und KapitĂ€n – Delfine ! Wir Ă€nderten den Kurs und sahen uns die Delfine eine ganze Weile an. Dieses Mal kamen die Delfine zu uns ans Boot und spielten damit. Es war nun voller Delfine die fröhlich mit uns â schwammen â durch die Luft sprangen und sich um das Boot tummelten. Mega geil, ein toller AnschluĂ fĂŒr diesen Tag ! Es ging weiter in Richtung Heimat, wir wurden Zeugen eines atemberaubenden Sonnenuntergangs. Nun wurde es schon richt dunkel um uns herum. Lediglich Uya mit seiner Funzel bahnte sich den Weg zurĂŒck zum PokiPoki. Ăber uns sternenklarer Himmel, die MilchstraĂe war mit bloĂem Auge zu erkennen. Heute – so schien es – geht wirklich alles. Kaum ausgesprochen konnten wir das nĂ€chste â Wunder â erleben, denn um uns herum – teilweise aufgewirbelt durch das Boot – leuchtete das Meer voller Leuchtplankton. Haben wir so noch nicht gesehen, man war das geil ! ZurĂŒck an der Unterkunft gabâs dann erstmal Abendessen. Der Abend wurde dann mit der Sichtung des Krokodils beendet, welches hier immer um die Anlage schwimmt. Der eine oder andere hat es schon gesehen, wir bis jetzt aber noch nicht. Ein toller und ereignisreicher Tag geht zu Ende. Das mĂŒssen wir erst mal alles verarbeitenâŠ.. Mega geil hier.
Alle guten Dinge sind 3. Wir haben Blut geleckt und sind auf zum zweiten Schnorchelausflug nach Taupan. Die kleine Insel liegt ca. 45 Minuten vom PokiPoki entfernt. Wir starteten kurz nach dem FrĂŒhstĂŒck bei erstklassigem Wetter. Wieder waren wir 6 Menschen, das Boot zu IDR 300.000 fĂŒr den Halbtagesausflug. Eine tolle Riffkante mit vielen bunten Fischen. Ein super mega geiler Ort zum schnorcheln. Auf dem RĂŒckweg hielten wir dann. noch auf einer paradiesischen Sandbank. Ein paar toller Bilde geknipst und nochmals geschnorchelt. Wir sind dann um ca. 15:30 Uhr wieder im PokiPoki gewesen. Ein traumhafter Tag geht zu Ende. Wir sind mal wieder völlig fertig vom schnorcheln, es geht frĂŒh zum Matratzenhorchdienst.Â
Wir erkennen uns kaum wieder, denn auch fĂŒr heute haben wir uns einer kleinen Gruppe angeschlossen, die den angrenzenden Wald / Dschungel erkunden wird. Als Guide dabei, unsere liebe Abu. Auch fĂŒr heute haben wir eine 6er Gruppe zusammen bekommen ( IDR 50.000 pro Person ). Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir nach dem FrĂŒhstĂŒck starten. Dann können wir uns am Nachmittag noch schön entspannen. Die Entspannung ist bis dato eindeutig zu kurz gekommen ;-). Die Touris werden angewiesen lange Hosen und feste Schuhe zu tragen, denn es geht durch dichten Dschungel und teils matschiges Terrain. Abu selbst springt barfuĂ, mit kurzer Hose und einer Machete bewaffnet durch den Wald. Man merkt schnell: das ist ihre Heimat. LeichtfĂŒĂig und völlig in ihrem Element machten wir uns auf den Weg. Mit von der Partie, unser vierfĂŒĂiger Freund Bobby, auch er hatte richtig SpaĂ. Nicht weit entfernt vom PokiPoki gab es die erste Lehrstunde. Hier wird nĂ€mlich Palmzucker hergestellt und die erste Palme, die wir zu sehen bekamen war ausgestattet mit langen Bambusrohren, in die der flĂŒssige Zucker hineinlĂ€uft. Die FlĂŒssigkeit muss zweimal am Tag geleert werden, sonst wird sie zu AlkoholâŠ. Hmmm, klingt auch gut⊠Aber man kann den Alkohol nur in den ersten Stunden trinken, sonst wird er zu stark. Ein StĂŒck weiter kamen wir an einer. ProduktionsstĂ€tte vorbei. Hier wird die FlĂŒssigkeit in einem Wok ĂŒber dem Feuer gekocht. Den noch warmen Zuckersaft durften wir probieren. Wow, war das lecker. Aber das ist nicht der einzige Zucker hier im Dschungel. Mit der Machete schĂ€lte Abu fĂŒr jeden von uns eine Stange Zuckerrohr, das Eis des Dschungels. Man beiĂt in das Zuckerrohr und zieht dann die sĂŒĂe FlĂŒssigkeit raus, die Fasern selbst kann man aber nicht essen. Sehr erfrischend und zuckersĂŒĂ. Alle paar Meter gab es Pflanzen, StrĂ€ucher und BĂ€ume, die auf irgendeine Weise verarbeitet werden kann. Meistens als GemĂŒse oder Medizin. Total beeindruckend was der Wald alles so hergibt und mit der Kombination, dass das Meer auch direkt vor der TĂŒr liegt, bracht man hier auch keinen Supermarkt. Abu fĂŒhrte uns noch zu ihrem eigenen GrundstĂŒck im Wald, wo es junge Kokosnuss zu trinken gab, dann besuchten wir noch zwei ihrer Ziegen und machten uns auf dem Weg ins Dorf. Die Dorfbewohner begrĂŒĂten uns mal wieder in gewohnter Freundlichkeit, einfach schön. Am Anleger wartete schon das PokiPoki-Boot âEmmaâ auf uns. Wir waren wirklich geschafft und selbst Bobby, der sich normalerweise weigert ins Boot zu hĂŒpfen, sprang ĂŒber seinen Schatten, denn die Option alleine zurĂŒck durch den Dschungel zu laufen, gefiel ihm dieses Mal wohl nicht so gut. AusgerĂŒstet mit Papaya, Zuckerrohr und einer riesigen Zitrone/Limette kamen wir zurĂŒck in unsere Unterkunft. Eine Dusche, dann Mittagessen und dann nur noch Entspannung. Das lĂ€sst sich hier aushalten.