Schön Dich mal wieder zu sehen / Ma’nene – Totenkult der Toraja

Schön Dich mal wieder zu sehen / Ma’nene – Totenkult der Toraja

Die Toten Rituale in der Region Toraja sind legendär – und deshalb ein Muß für jeden Sulawesi Besucher  – auch wenn es sich makaber anhört. Diese Tradition wird bereits seit Jahrhunderten gepflegt und ist nichts für empfindliche Nasen bzw. Gemüter. Je nach Region / Ort / Dorf werden die Toten ( Skelette, Mumien ) jährlich – wohl immer im August – aus den Särgen geholt um die Toten zu reinigen, mit neuer Kleider auszustatten, einen kleinen Klönschnack zu halten oder eben auch ein “ aktuelles “ Photo  mit dem geliebten Menschen zu schießen. Natürlich wird auch getrauert. Im Mittelpunkt steht aber ein wenig Zeit mit der “ Familie “ zu verbringen und vor allem den Kontakt zu den Toten nicht zu verlieren. Für unsere Ohren hört es sich schräg an und sieht auch vielfach gruselig aus, aber so ist nun mal mit fremden Kulturen. Touristen sind bei der Zeremonie herzlich willkommen. Wir wurden sogar gefragt ob wir ein Photo zusammen mit der Familie und den Toten machen wollen. Wir lehnten dankbar ab, die Familie hatte Verständnis, hätte sich aber auch gefreut. Die ewige Präsenz des Todes im Leben, bei den Toraja gehört es dazu. Das Ganze hat so einen halben Tag gedauert. Am Ende wurden die Toten dann wieder in Tücher gewickelt und in die Särge gepackt. Danach ging es wieder in die Familiengruft. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen sind die meisten Toraja Christen ( missioniert von unseren Nachbar aus Holland ). Die christliche Totenruhe wird – aufgrund der Tradition – flexibel ausgelegt. Die Toten zu ehren, schützt die Lebenden vor bösen Geistern, so heisst es. Wir müssen unsere Gedanken erstmal ordnen, denn das war schon echt krass, aufregend, spannend, interessant in einem.

Reisetag von Sengkang nach Rantepao

Reisetag von Sengkang nach Rantepao

Frühstück um 08:00 Uhr, unser Sammeltaxi sollte zwischen 09:00 und 10:00 Uhr da sein. Mit nur einer halben Stunde Verspätung – also 10:30 Uhr 😉 – ging’s dann endlich los. Obwohl Pustekuchen, denn wer sich auskennt der weiß, dass erstmal weitere Fahrgäste aufgesammelt oder im schlechtesten Fall noch gesucht werden müssen ( also der Normalfall ;-)) Nach weiteren 1,5 Stunden, das Sammeltaxi war bis unters Dach vollgepackt , ging es in Richtung Rantepao. Nach weiteren diversen Stopps und einer kotzenden älteren Damen – die Serpentinien hatten der Dame zugesetzt – erreichten wir Rantepao um 17:30 Uhr. Immerhin für die ca. 200KM haben wir nur 7 Stunden gebraucht. Die Unterkunft hatten wir uns schon vorher ausgesucht und unser Anton aus Sengkang hat uns bereits avisiert ( Bei Erwin im Pia’s Poppies ). Zimmerpreis IDR 220.000 inkl.Warmwasser. In Rantepao befinden wir uns auf christlichem Territorium, ergo heißen die Männer hier alle Josef und Erwin, bzw. Maria und so weiter ;-). Wir waren dann noch Essen im Restaurant des Guesthouses und Erwin informierte uns was hier so geht. Neben der mega Landschaft gibt es hier nämlich was super abgefahrenes….. Zur Vorbereitung auf den nächsten Tag haben wir uns am späten Abend dann noch einen Scooter gemietet. Es geht früh hoch….

Reisetag von Bira nach Sengkang

Reisetag von Bira nach Sengkang

Auch wenn wir keine Lust hatten unsere Sachen zu packen…. Wir wollen ja noch viel viel mehr sehen von Sulawesi. Am Restaurant unseres Vertrauens – Anto kam nicht in die Puschen – holten wir uns die Info’s zur Weiterreise. Am Abend vor der Abreise kam dann doch noch etwas von Anto. Er fährt uns in den nächst größeren Ort ( Tanah Beru ) von dem es mehr oder weniger gute Anbindungen geben soll. Los ging es um 07:00 Uhr, den Ort erreichten wir 25 Minuten später. Von dort ging es dann – sofort – per Sammeltaxi weiter nach Bulukumba ( 30 Kilometer / 45 Minuten ). In Bulukumba dann die Schreckensnachricht…… das nächste Sammeltaxi fährt erst um 10:00 Uhr. Tatsächlich ging es dann bereits um 09:35 Uhr los. Das nächste Zwischenziel Watampone erreichten wir gegen 12:30 Uhr. Von Watampone ging es dann wieder per Sammeltaxi zu unseren Zwischenziel – Endziel Toraja – Sengkang. Wir ließen uns direkt am Amirah Guesthouse absetzen, denn wir hatten keine Lust noch nach Toraja zu fahren. Das wären nochmals 6-7 Stunden gewesen. So sind wir ganz entspannt am Nachmittag in Sengkang angekommen. Unser Gastgeber Anton ( Übernachtung IDR 250.000 ) kam sofort mit vielen Info’s um die Ecke, wir sollten doch länger als einen Tag bleiben…. Der Ort aber lädt nicht gerade ein um länger zu verweilen. Im Weltnetzforum hörten wir von einer Fahrt auf dem See, der gleich um die Ecke liegt. Da war Anton gleich wieder Feuer und Flamme. Kurz geduscht und ab zum Anleger, Anton hatte dem Kapitän bereits einen Tipp gegeben ( Kostenpunkt IDR 250.000 ). Über ein kurzes Stück auf dem Kanal, kamen wir dann auf den wunderschönen See. Das war eine Romantik Tour pur, denn die Sonnenuntergänge auf dem See sollen toll sein. Auf ging es in die Fluten, unser Ziel die schwimmenden Häuser auf dem Tempe See. Dort angekommen gab es Tee und fritierte Bananen. Wir genossen den Sonnenuntergang auf dem See mit unserem Kapitän, zwei weiteren Touristen, die die Nacht dort verbringen wollen sowie der Hausboot – Familie. Zurück im Ort gab es dann noch ein schnelles Nasi Goreng beim Straßenkoch unseres Vertrauens. So eine Hektik ist ja nicht unser Ding, aber wir wollen hier echt nicht länger bleiben.

 

Bira

Bira

Aus 5 Übernachtungen wurden dann letztendlich 10. Das waren tolle Tage in Bira ! Das Wetter hat sich nochmals von der besten Seite gezeigt und unsere neue – gebrauchte Kamera – ist auch angekommen. Wir schafften es kaum noch von unserem Grundstück, denn Anto + Familie haben uns sehr verwöhnt und verpflegt. Hier mal ne frische Kokosnuss am Strand und immer mal wieder Köstlichkeiten zwischendurch. Langweile kam nicht auf, denn auf dem Grundstück war immer was los. Eine neue Gemeinschaftsküche für die Gäste, eine neue Bar für alle, Karaoke, Übernachtungsgäste aus Makassar. Ein buntes und reges treiben im Bira Nautica II. Einen Tag vor der Abreise eröffneten wir Anto, dass wir nun die heiligen Hallen verlassen werden… Sein Kommentar; jetzt schon…? 😉 Wenn wir nicht sofort hier wegkommen, verloddern wir noch 😉 Wir haben sogar schon über die eine oder andere Geschäftsidee nachgedacht. Jetzt aber schnell weg hier 😉

Tauchen auf Sulawesi – Hausriff + Sharkpoint

Tauchen auf Sulawesi – Hausriff + Sharkpoint

Mit Spannung erwartet, unsere ersten Tauchgänge nach Raja Ampat bzw. Hemmoor in 2020. Wir waren natürlich etwas nervös, denn wir haben vorm Tauchen den allerhöchsten Respekt und etwas aufgeregt sein gehört dazu. Treffpunkt 09:00 Uhr am Warung Bamboo, wir wurden sofort zum Strand weitergeleitet. Dort angekommen kam Rahman mit seinem Kleinster-LKW um die Ecke. Rauf auf die Ladefläche und ab zum anderen Strandabschnitt. Wir sahen bereits unser Tauchboot inkl. Deni, unseren Tauchguide und der zweiköpfigen Boots-Crew. Ab auf’s Boot und kurze Einführung. Neopren anziehen, Gürtel mit Gewichten angelegt, Tarierjacket angelegt, Maske aufsetzen und Flossen anziehen.

Wir starteten erstmal einen entspannten ersten Tauchgang am Hausriff vom Bira Beach. Mit  Deni haben wir einen guten Fang gemacht, denn von Hektik keine Spur. Das wir hier nur zu dritt sind ist natürlich eine 1+ mit Doppel **, nicht mal andere Tauchboote waren in Sicht.  Die Luft reichte für satte 55 Minuten. Leider kein Bildmaterial, da wir die Kamera an Bord gelassen haben. Schöne Hart- und Weichkorallen einiges an Fischmaterial ( u.A. einen Rochen ) und viele viele fette Schildkröten. Das eine oder andere läßt sich noch verbessern, aber wir sind mega zufrieden mit unserem ersten Tauchgang. Unsere Pause verbrachten wir auf dem Boot kurz vor der Insel Liukang.

Zum zweiten Tauchgang ging es dann – bei ziemlich heftigem Wellengang – zum Sharkpoint. Die Luft reichte hier nur für 45 Minuten, denn die “ Superhero – Strömung lies unsere Atmung doch schneller gehen als gewollt, außerdem waren wir auch etwas tiefer. Das flutschte nur so unter Wasser, Superman-Drift, nannte es Deni. Hier bekamen wir so einiges zu sehen ( Riffhaie, eine 6 köpfige Schildkrötenfamilie, Barrakudas, Makrelen, noch mehr Schildkröten, noch größere Schildkröten und und und ). Ich hatte unsere Action Kamera zwar dabei, war aber ziemlich mit der fetten Strömung beschäftigt und als die Strömung aufhörte wurde die Sicht schlechter.

Das waren zwei tolle Tauchgänge, die Lust auf mehr machen !

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