Nachdem unsere Körper schon etwas Rost angesetzt hatten und der Scooter nach Fahrtwind schrie, machten wir uns auf zu unserem ersten richtigen Ausflug um die Insel etwa besser kennen zu lernen. Im Nachhinein muss ich sagen, hätten wir etwas früher losfahren müssen, denn dann hätten wir besseres Licht gehabt. Aber auch so hatten wir einen tollen Nachmittag.
Nach dem Mittagessen oder spätem Frühstück bei der Muddi ging es per Scooter zunächst zum Crystal Beach. Die Strände auf Nusa Penida – sofern überhaupt vorhanden – sind teilweise schwierig – nur mit Kletteraktionen – zu erreichen. Nicht so beim Crystal Beach, der ca. 20 Kilometer von unserer Unterkunft entfernt liegt. Eine Gesamt – Küstenstrasse gibt es hier nicht. Man muss erstmal in die Mitte der Insel, von dort aus führen dann wieder Straßen zu weiteren Orten / Sehenswürdigkeiten. Also schlängelten wir uns mit unserer Bergziege durch eine tolle Landschaft über Stock + Stein und einige SERPENTINIEN 😉 Kurz vorm Strand durften wir dann noch eine Gebühr von IDR 3000 entrichten bevor wir am sehr gut besuchten Parkplatz unsere Mofa abstellten. Ganz schön was los hier. Der Strand ist liegt in einer tollen Bucht mit Ausblick auf einen Loch-Felsen. Hinten am Horizont sieht man Bali inkl. der Garuda-Wisnu-Kencana Statue. Der Strand ist ganz nett, zu 99% von Touristen belagert. Das fehlt uns hier ein wenig, denn einheimische Touristen sehen wir kaum. Liegt es daran, dass sich der “ Normalo “ keinen Urlaub leisten kann und die Wohlbetuchten lieber im Ausland Urlaub machen ? Bis heute haben wir darauf keine Antwort darauf….. Nach ein paar Photos und sammeln von Eindrücken geht es weiter zum Angels Billabong & zum Broken Beach. Nach weiteren ca. 20 Kilometern – unsere Bergziege machte einen tollen Job – ging es teilweise sehr holprig zum Parkplatz am Billabong. Toilette am Parkplatz IDR 5000. Der oder Das Billabong ist ja schon geil, aber der “ Broken Beach “ ist schon Champions League ! Seht Euch einfach die Bilder an. Das war echt geil hier. Ein MUSS für jeden Nusa Penida Besucher ! Zurück zur Unterkunft, kurz Duschen und ab zur Muddi. Das war mal wieder lecker. Heute war uns nach etwas Alkohol ( 1 Flasche Bintang und 1 Flasche Soju ) sowie Erdnüssen und Schokolade zumute. Muss auch mal sein, wir sind glücklich !
Zunächst DAS ALLERWICHTIGSTE ! Unsere Pässe sind wohlbehalten bei dem Visa Agenten angekommen ( und das bereits am Freitag, den 05.08.2022 ). Warum auch nicht fragen wir uns jetzt…. 😉 Nach Aussagen des Visa Agenten wurden die Verlängerungen bereits beantragt, nun warten wir auch auf den Termin bei der Imigrasi auf Bali. Wir haben uns Nusa Penida als Warte-Insel ausgesucht und es auch super getroffen.
Die erste Zeit auf Penida haben wir – auch aufgrund des Wetters – mit Dit und Dat verbracht. Die Miete für den Scooter verlängert ( IDR 60.000 am Tag ), unsere Klamotten zur Wäsche gebracht ( IDR 15.000 per KG ), Trinkwasser kaufen ( IDR 15.000 für 19 Liter + IDR 35.000 als Leihgebühr für die Flasche ) und frisches Obst eingekauft und absolut erwähnenswert, die erfolgreiche Suche nach einem Warung unseres Vertrauens ( Warung Coconut ). Muddi hat das beste weit und breit. Meistens gönnen wir uns “ Nasi Campur “ oder auch das Bibimbap von Indonesien, wie wir es getauft haben ( ohne Fleisch oder Fisch nur IDR 20.000 pro Person ). Wir verzichten mehr und mehr auf Fleisch und Fisch, da passt dieses Gericht super zu uns. Das immer frisch zu zubereitete Essen steht zur Besichtigung in Vitrinen, unsere “ Muddi “ kocht 3 x am Tag. Ein kurzer Auszug aus der nichtvorhandenen Speisekarte: Jackfrucht in Curry, Tempe in Curry oder in Sambal, Auberginen in Sambal, Glasnudeln mit Gemüse, Tofu in sämtlichen Variationen, leckere Gemüseküchlein, diverse äußerst pikante sowie schmackhafte Saucen. Bisher haben wir also lediglich die unmittelbare Umgebung erkundet. Wir haben ja Zeit, den vom Antrag zur Verlängerung der Visa bis zu einem Termin bei der Imigrasi können 5-10 Tage vergehen. Ahoi von Nusa Penida !
Das Weltnetz macht es möglich…. Nach einigen Einträgen und vielen Verhandlungen haben wir nun endlich einen Fahrer gefunden, der uns für IDR 250.000 von Tetebatu nach Lembar fährt. Auch können wir seine TAP CASH Karte nutzen und müssen dafür keinen “ Schlepperservice “ für teure IDR 15.000 pro Ticket nutzen. Ein letztes Frühstück an unserem Lieblingsplatz und pünktlich um 09:30 Uhr war unser Taxifahrer an unserer Unterkunft. Nach entspannten 100 Minuten Fahrt sind wir noch entspannter in Lembar angekommen. Die Fähre sollte dann auch schon 20 Minuten abfahren, also 20 indonesische Minuten 😉 Nach einer Stunde ging es dann wirklich los. Die Überfahrt bei schönstem Wetter war diesmal ein wenig unruhig und folglich bekam der eine oder andere etwas Würfelhusten. Eine tolle Überfahrt mit überragenden Ausblicken auf Lombok inkl. Rinjani und Bali ( Gunung Agung sowie Batur ). Nach 5 tollen Stunden auf dem Wasser – zumindest für den Redakteur – haben wir dann Padang Bai erreicht. Zunächst ging es dann wieder darum einen Unterschlupf für eine Nacht zu finden, denn zu unserem nächsten Ziel – Nusa Penida – fährt nun keine Langsamfähre mehr. Hier am Hafen wimmelt es nur von Unterkünften, wir ließen uns von einer Koberin einfach mal mitschnacken. Das Zimmer mehr oder weniger schrotti, wir bleiben ja nur eine Nacht. Am Abend gönnten wir uns noch ein schickes Abendessen bevor es auf unsere Terrasse ging. Wir sind mal wieder die einzigen hier im Guesthouse……. Padang Bai ist nichts für uns, sieht eher nach einem Durchgangsort aus. Unser Reiseführer belehrt uns eines Besseren, denn Padang Bai scheint auch wirklich ein Urlaubsort zu sein. Wir holten noch Geld ab und kümmerten uns um die Fährverbindung nach Nusa Penida. Die Aussagen bzgl. der Abfahrt hätten sind unterschiedlicher sein können. Der erste sagte um 10:00 Uhr… Am Terminal sagte man uns, dass wir um 08:00 Uhr am Terminal sein sollen, da die Fähre um 11:00 Uhr geht…. Ein weiterer Kollege sagte dann, dass die Fähre um 10:30 Uhr gehen soll. Ein wilder Mix aus Allen, also geht die Fähre so um 12:00 Uhr… 😉 . Wir haben uns dann noch eine eigene TAP CASH Karte zugelegt und sind dann zurück ins Guesthouse zum frühstücken. gegen 09:30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Terminal, die Fähre ging dann kurz nach 12:00 Uhr. Gegen 13:00 Uhr erreichten wir dann Nusa Penida ( das ist die langsame Fähre zu IDR 32.000 pro Person gewesen ). Am Hafen von Nusa Penida angekommen ging’s erstmal zu Muddi’s Warung um die Ecke. Beim Essen organisierte uns die Muddi einen Scooter ( IDR 75.000 ohne Rückspiegel und Licht aber zumindest mit Bremsen ;-)). Unsere Rucksäcke ließen wir bei Muddi und machten uns dann auf zur Suche nach einem Bett. Mit Scooter ist das relativ einfach, viel war aber schon vorgebucht / ausgebucht. Letztendlich sind wir dann in einer schöner Anlage gelandet, aber leider nur für eine Nacht. Auf unserer Suche haben wir aber schon die Unterkunft für nächsten Tag klar gemacht. Wir sind dann noch ein wenig über die Insel gedüst. Echt schön hier, man kann es wohl aushalten…;-) Aktueller Status für unseren Passversand “ waiting “ Sollten die Pässe nicht ankommen, tauchen wir hier einfach unter. Erster Eindruck von Nusa Penida. Einiges an Touristen, aber noch viele kleine schrotti Restaurant wie wir es gern haben. Leider sehr sehr viele Taxi’s, für die viel zu enge Straße. Viele fahren hier natürlich mit dem Scooter aber leider zu viele Touristen müssen unbedingt mit dem Taxi fahren. Das stört ein wenig die Idylle hier. Wir freuen uns auf einen hoffentlich tollen Aufenthalt auf Nusa Penida.
Wir verbrachten 4 tolle Tage in unserem kleinen Paradies in Kembang Kuning ( gleich und die Ecke von Tetebatu ). Was für nette Menschen hier in unserer Unterkunft ( Bale Kembang Kuning ) sowie im ganzen Dorf. Immer ein Lächeln im Gesicht, da können sich die miesepetrigen Deutschen ( Ausnahmen gibt es natürlich auch ;-)) eine große Scheibe von abschneiden. Wir schlenderten durch die Gegend – mal zu Fuß mal per Scooter – und genoßen die tolle Natur und die Abgeschiedenheit. Ein wirklich tolles Fleckchen Erde weitab vom Massentourismus und doch nur ca. 1,5 Stunden von z.B. Kuta / Lombok entfernt. Wir besuchten einen kleinen Wasserfall, gleich um die Ecke von unserer Unterkunft und schauten uns die schwarzen Lombok Affen im Monkey Forest an. Sehr scheu, wir haben aber trotzdem eine Familie von 15-20 Affen aus relativ kurzer Distanz beobachten können. Leider hatten wir das Tele nicht dabei, ergo kein Bildmaterial vorhanden. Eine für uns wichtige Sache konnten wir ebenfalls erledigen. Durch Zufall haben wir erfahren, dass wir die Verlängerung unserer Visa schon jetzt beantragen können. Über diese tolle Neuigkeit sind wir natürlich hoch erfreut. Da wir aber kein Bock hatten zurück nach Bali zu fahren haben wir uns dazu entschieden unsere Pässe mit einem lokalen Kurierdienst ( JNE Express ) nach Bali zu schicken ( Kostenpunkt schmale IDR 39.000 = EUR 2,57 ). Wenn also alles glatt läuft und wir tatsächlich nur 1x persönlich nach Bali müssen ( Für’s erste mal für Fingerabdrücke und Photos ), dann können wir ca. 100 Tage frei von Visa – Verlängerungs – Gedanken reisen, reisen und nochmals reisen. Unbedingt erwähnenswert ist auch die Übergabe unserer Pässe im JNE Büro. Oma, Muddi, Vaddi, die Kiddies waren dabei. Zusammen hatten wir einiges an Spaß, da war der schnöde Versand nur noch Nebensache. Bilder wurden natürlich ebenfalls reichlich geschossen. Jetzt müssen wir nur noch Daumen drücken, dass die Pässe auch ankommen ( Laufzeit ca. 2-3 Tage…. ).
Wir wären gern noch geblieben, aber unser Vermieter hat sein komplettes Wohnkontingent per Platform verscherbelt. Da verdient er wohl mehr….. Egal, uns hat es hier in der Anlage super gut gefallen und die Objektiv – Oniine – Bestellung hat super gut funktioniert. Das neue Objektiv ist in einem super Zustand, wir sind mega zufrieden. Jetzt können wir wieder so richtig loslegen. Wir haben auch die Gelegenheit genutzt um die Kamera mal wieder neu einzustellen. Diverse Soft-Ware-Updates eingeschlossen, die die Christl an den Rand der Verzweiflung gebracht haben. Letztendlich hat aber die Reiseleitung alles toll hinbekommen und wurde mit sofortiger Wirkung zur EDV Assistentin befördert 😉
Unser nächstes Ziel “ Tetebatu “ Wir haben schon einiges darüber gehört und es wurde uns von vielen Seiten auch wärmstens empfohlen. Über eine “ Gesichtsbuch – Community “ haben wir dann einen relativ günstigen Fahrer bekommen. Leider sind die öffentlichen Verkehrsmittel – auch aufgrund von Corona – nicht sehr gut ausgebaut bzw. zum Erliegen gekommen. Wir markierten uns ein Unterkünfte und haben uns dann absetzen lassen. Was’n hier los ? Tolle Unterkünfte in mega Gärten aber 1. ausgebucht und 2. ab IDR 250K…… Wow, da müssen wir erstmal staunen. Der nette Kollege von der ersten Unterkunft hat uns dann noch zu diversen anderen Schlafplätzen geführt, die in unmittelbare Umgebung lagen. Leider nichts für uns dabei. Da kamen dann noch zwei andere Kollegen dazu, die uns dann mit deren – mehr oder wenig fahrbaren – Scootern durch die Gegend fuhren. Wieder nicht für uns dabei …. Wir ließen uns samt Gepäck in ein Nachbardorf fahren. Da hatten wir uns zwei tolle und bezahlbare Unterkünfte ausgesucht. Bei der ersten nur noch kleine und dunkle Zimmer frei. Wir genehmigten uns erstmal einen Shake sowie n’en Bratreis. Also auf zur nächsten Unterkunft, die nur 1 KM entfernt war. Das Teil sieht offen aus, das Tor ist aber abgeschlossen. Da müssen wir wohl wieder umkehren oder ? Wir wurden dann von einem netten “ local “ angesprochen, ob wir Hilfe benötigen. Hilfe nehmen wir immer gern an. An der Straße bastelten eine Horde Männer an Plastikbechern ( Unabhängigkeitstag ) und einer davon arbeitet in der “ abgeschlossenen “ Unterkunft. Den Schlüssel hatte er dabei, kurz angeschaut, Preis verhandelt und schon hatten wir eine Unterkunft. Eine tolle Anlage mit einer riesigen Terrasse inkl. Blick auf tolle Reisterrassen. Hinter uns die Straße und gefühlte 18.000 Stimmen diverser Muezzin’e. Hier werden um ca. 18:00 Uhr die Gehsteige hochgeklappt. Gegessen hatten wir bereits, also Zeit zum entspannen + Einleitung der Ruhephase. Hier in Tetebatu herrschen angenehme Temperaturen. Abends könnte man sogar den nicht vorhandenen Kamin mal anschmeißen ( Immerhin sind es dann auch gern mal nur 18-20° Grad ). Erster Eindruck, sehr sehr schön hier.