Aus 5 Übernachtungen wurden dann letztendlich 10. Das waren tolle Tage in Bira ! Das Wetter hat sich nochmals von der besten Seite gezeigt und unsere neue – gebrauchte Kamera – ist auch angekommen. Wir schafften es kaum noch von unserem Grundstück, denn Anto + Familie haben uns sehr verwöhnt und verpflegt. Hier mal ne frische Kokosnuss am Strand und immer mal wieder Köstlichkeiten zwischendurch. Langweile kam nicht auf, denn auf dem Grundstück war immer was los. Eine neue Gemeinschaftsküche für die Gäste, eine neue Bar für alle, Karaoke, Übernachtungsgäste aus Makassar. Ein buntes und reges treiben im Bira Nautica II. Einen Tag vor der Abreise eröffneten wir Anto, dass wir nun die heiligen Hallen verlassen werden… Sein Kommentar; jetzt schon…? 😉 Wenn wir nicht sofort hier wegkommen, verloddern wir noch 😉 Wir haben sogar schon über die eine oder andere Geschäftsidee nachgedacht. Jetzt aber schnell weg hier 😉
Mit Spannung erwartet, unsere ersten Tauchgänge nach Raja Ampat bzw. Hemmoor in 2020. Wir waren natürlich etwas nervös, denn wir haben vorm Tauchen den allerhöchsten Respekt und etwas aufgeregt sein gehört dazu. Treffpunkt 09:00 Uhr am Warung Bamboo, wir wurden sofort zum Strand weitergeleitet. Dort angekommen kam Rahman mit seinem Kleinster-LKW um die Ecke. Rauf auf die Ladefläche und ab zum anderen Strandabschnitt. Wir sahen bereits unser Tauchboot inkl. Deni, unseren Tauchguide und der zweiköpfigen Boots-Crew. Ab auf’s Boot und kurze Einführung. Neopren anziehen, Gürtel mit Gewichten angelegt, Tarierjacket angelegt, Maske aufsetzen und Flossen anziehen.
Wir starteten erstmal einen entspannten ersten Tauchgang am Hausriff vom Bira Beach. Mit Deni haben wir einen guten Fang gemacht, denn von Hektik keine Spur. Das wir hier nur zu dritt sind ist natürlich eine 1+ mit Doppel **, nicht mal andere Tauchboote waren in Sicht. Die Luft reichte für satte 55 Minuten. Leider kein Bildmaterial, da wir die Kamera an Bord gelassen haben. Schöne Hart- und Weichkorallen einiges an Fischmaterial ( u.A. einen Rochen ) und viele viele fette Schildkröten. Das eine oder andere läßt sich noch verbessern, aber wir sind mega zufrieden mit unserem ersten Tauchgang. Unsere Pause verbrachten wir auf dem Boot kurz vor der Insel Liukang.
Zum zweiten Tauchgang ging es dann – bei ziemlich heftigem Wellengang – zum Sharkpoint. Die Luft reichte hier nur für 45 Minuten, denn die “ Superhero – Strömung lies unsere Atmung doch schneller gehen als gewollt, außerdem waren wir auch etwas tiefer. Das flutschte nur so unter Wasser, Superman-Drift, nannte es Deni. Hier bekamen wir so einiges zu sehen ( Riffhaie, eine 6 köpfige Schildkrötenfamilie, Barrakudas, Makrelen, noch mehr Schildkröten, noch größere Schildkröten und und und ). Ich hatte unsere Action Kamera zwar dabei, war aber ziemlich mit der fetten Strömung beschäftigt und als die Strömung aufhörte wurde die Sicht schlechter.
Das waren zwei tolle Tauchgänge, die Lust auf mehr machen !
Der Luhu Strand ist wunderschön, wäre da nicht der ganze Müll und die Verschmutzung durch Öl ( Das ist noch ekliger als Plastik ). Am Strand auch gelegen die Schiffswerft in denen gerade diverse Schiffe ( für Touri Taucher Ausflüge ) gebaut werden. Sulawesi ist weit über die Grenzen bekannt für den Schiffbau. In der Woche ist hier nichts los, ergo wird auch nicht sauber gemacht. Am Wochenende kommen dann die “ Massen “ und es wird hier und da mal gefegt. Die Logik der hier lebenden Menschen “ Wenn der Monsum nicht mehr bläst kommt auch weniger Müll “ Hmm. Immer wieder schwierig die Thematik, wir finden es trotzdem geil hier. Schwimmen sollte man aber lieber an den Stränden um Bara. Den einheimischen Touristen macht der ganze Dreck am Strand und im Wasser überhaupt nichts aus. Ist es evtl. gar nicht so schlimm und es liegt an uns…..
Das Zusammenleben mit der – keine Ahnung wie viele das hier sind 😉 – Familie ist wirklich toll. Alle mega mega nett und immer ein Lächeln im Gesicht. Hier mal ne Kokosnuss, zum Frühstück werden abwechselnde Leckereien inkl. Kaffee und Tee serviert, den Scooter können wir auch kostenlos nutzen und und und. Am Strand geht es dann weiter, von den Wochenendtouristen wurden wir Tag und Nacht mit Köstlichkeiten verwöhnt. Wir fühlen uns pudelwohl in unserer Anlage, in der wir in der Woche immer allein sind ( mal abgesehen von der Familie). Leider ist uns unserer Kamera kaputt gegangen. Wir haben über das Weltnetzkonto von Anto ( Boss ) einen neuen “ Body “ bestellt. Bis das Teil hier eintrifft, bleiben wir gern bei unserer “ Familie “ Am Montag werden wir unsere ersten beiden Tauchgänge absolvieren. Heute gab es eine kleine Vorbesprechung und morgen geht es dann los. Macht alles einen super Eindruck. Wir starten mit einem leichten Tauchgang am Hausriff und später geht es dann zum “ sharkpoint “ Wir sind ja noch blutige Anfänger und lassen es deshalb ruhig angehen. Es sieht so aus als wären wir nur zu zweit. Das wäre natürlich super !
Eines vorab weil’s das Wichtigste ist ! Die Redaktion ist wieder vollkommen gesundet und die Christl somit wieder entlastet 😉 Wir sind ein wenig durch Makassar gelaufen haben nur super nette Menschen getroffen, ansonsten eine ganz normale indonesische Großstadt. Von Feierlichkeiten zum 77. Unabhängigkeitstag haben wir nichts mitbekommen. Auch unsere Lisa von der Rezeption hatte keine Ahnung ob bzw. was hier geht. Naja egal, früh ins Bett und wieder auf 100% kommen. Wir hatten ausreichend Zeit um uns um unser nächstes Ziel zu kümmern. Das mit den Transporten haben wir noch nicht so richtig drauf, weil echt nicht einfach ist ( einfach Taxi geht natürlich immer, aber das wollen wir ja nicht ) …… Eine Unterkunft haben wir im Sulawesi Forum gefunden. Da haben sich so 10-12 Unterkünfte gemeldet. Das startete bei IDR 425.000 und endete bei 1,3 Mio. Wir wollen es natürlich wieder schön haben und mal endlich wieder direkt am Wasser wohnen.
Wir sind dann gleich morgens mit dem Moto-Becak zum Mallengkeri Bus Terminal gefahren ( aus der Innenstadt ca. 12KM für IDR 20.000 pro Person ). Kurz vorm Terminal wurden wir dann bereits von einem Sammeltaxi abgefangen. Nicht lange überlegt – die hatten schon 2 Fahrgäste – also rein da ( IDR 150.000 pro Person ). Los ging es um 09:30 Uhr, in Bira – 200KM – sind wir dann 5 Stunden später angekommen. Wieder mal netter Empfang vom Boss. Wir wurden ja bereits zu Freunden via WhatsApp ;-). Wir sind hier jetzt in einem Neubau mit super schöner Terrasse + mega Meerblick. Bitte noch Handtücher, eine große 20Liter Flasche Wasser, Klopapier und dann geht’s los mit dem wohlfühlen. Wir sitzen noch auf der Terrasse füllen unsere Höcker mit Wasser auf und essen Erdnüsse. Wir lauschen dem Muezzin und schauen auf das Meer und die Palmen. Später werden wir bestimmt noch die Gegend ein wenig erkunden. Ach ja, der Boss will uns noch auf ne Kokosnuss einladen. Die nehmen wir gleich auch noch mit. Der erste Eindruck, wir haben mir Bira alles richtig gemacht. Wir sind hier übrigens am Pantai ( Strand ) Panrang Luhu. Die Unterkünfte – gerade jetzt zur Urlaubszeit wegen Brückentag – am Pantai Bira + Bara – sind ausgebucht oder liegen außerhalb unseres Budgets.
Das war wieder keine tolle Nacht. Wenn’s der Arak gewesen ist, lass ich die Finger davon. Wahrscheinlich war es einfach zu viel Sonne für meinen Schädel. Über 38% Grad Fieber und wir fliegen in 3 Stunden. Da muss dann wohl mal die Chemie aushelfen. Läuft alles super und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Tablette erfüllt Ihren Zweck und ich öle hier so vor mich hin. Die paar Meter zum Flughafen sind wir zu Fuß gegangen. Einchecken, Zoll aber kein Ding und super schnell. Der Flieger pünktlich und um kurz nach 1 erreichten wir Makassar auf Sulawesi. Zum ersten Mal in Indonesien nutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel ! Der Busfahrer war so nett und brachte uns in die Nähe unserer Unterkunft. Das haben wir schon am Flughafen zur Kenntnis genommen – alle mega freundlich hier – denn selbst die Taxifahrer sagten uns, dass der Bus günstiger ist und zeigten uns den Weg. Unser Ziel das Wisma Banda. Ziemlich schrotti hier – für IDR 190.000 – aber bis ich wieder fit bin ist es OK. Am Abend ging es dann noch zur Nahrungsaufnahme an der Hauptstraße . Es gab eine Nasi Goreng “ verrückt “ Wir bleiben 2 Nächte in Makassar, den am 17.08.2022 wird hier der 77. Unabhängigkeitstag gefeiert. Da wollen wir gern dabei sein.
Und plötzlich kam die Nachricht von unserer Visa-Agentur. Termin bei der Imigrasi am 16.08.2022 / 08:00 Uhr. Läuft würden wir sagen. Wir brechen also unsere Zelte auf Nusa Penida ab und machen uns auf den Weg nach Bali. Unseren Boss von Asta House auf Bali haben wir bereits angeschrieben und 2 Nächte dort eingebucht. Auch hat uns der Kollege – der Name will uns einfach nicht mehr einfallen, vielleicht Asta ? – einen guten Kurs zur Abholung von Sanur gemacht. Ja genau, wir fahren dieses Mal nicht nach Padang Bai sondern nach Sanur. Per Schnellboot von Nusa Penida nach Sanur und von Sanur zum Asta House per Taxi. Voll die Touri Nummer, war aber am günstigsten. Tolles Zimmer im Asta House für schmale IDR 160.000 ( @ Manu und Hans, sucht Euch den Kurs selbst raus ;-)). Auf der Suche nach einem Moped kamen wir an einen Einkaufszentrum vorbei. Da wir noch so einiges brauchen, schauten wir da mal spontan rein. Unerwartet und sehr erfolgreich kauften wir Badeshorts, Unterwäsche und Birkenstock. Wir haben natürlich auf viele %%%% geachtet, da wir aber Qualität gekauft haben war es trotzdem ganz schön viel Geld. Für den nächsten Tag haben wir uns dann noch einen Scooter gemietet ( man ist das teuer hier IDR 80.000 ). Die Menschen sind hier immer noch nett, aber schon viel versauter als auf Nusa Penida. Am Abend noch schön Pauli geschaut ( endlich mal gut und zu 0 gespielt ) und dabei ne kleine Flasche Arak getrunken ( mit Apfelgeschmack ). Da Zeug war natürlich warm und wurde dadurch auch nicht besser……
Oh was war das für eine Nacht, kaum geschlafen. War es der Arak ? Egal auf zur Imigrasi nur ca. 9KM von unserer Unterkunft entfernt. Das ging alles recht fix dort. Photo und Fingerabdrücke genommen, inkl. Wartezeit waren wir in 30 Minuten durch. Also auf zum nächsten Termin, denn wir müssen ja noch die Verlängerung der Visa bezahlen. Wieder gingen Millionen über den Tisch ( IDR 2.800.000 pro Person ). Das war ne längere Fahrt dorthin, man ist das voll hier überall. Wahnsinnig viel Verkehr, dass macht kein Spaß hier. Wir schauten uns noch ein paar Strände an – in Vorbereitung auf den Besuch des Gaebel Clan’s im Oktober – wurden aber bitter enttäuscht. Wir haben ja Bali noch überhaupt nicht bereist, aber wir fragen uns weshalb diese Massen an Menschen hierher kommen ( in diesem Fall nach Canggu ). Wir schieben das ganze mal auf unser alter. Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch zwei Trinkflaschen gekauft. Das wollten wir schon ewig machen, um unseren interplanetarischen Fussabdruck zu minimieren. Wieder zu Hause angekommen, ging’s mir nicht gut. Ab ins Bett und wieder fit werden, denn morgen steht ein weiterer Reisetag an.