Reisetag von Nikšić nach Žabljak ( Durmitor Nationalpark )

Reisetag von Nikšić nach Žabljak ( Durmitor Nationalpark )

Es geht hier Schlag auf Schlag in Montenegro. Das Land ist klein ( 13.812 km² im Vergleich Dominikanische Republik 13.034 km² oder Schleswig Holstein mit 15.800 km² ) und man kommt mehr oder weniger schnell von Ort zu Ort. Apropos schnell, wir haben heute ganze 74 Kilometer auf der Uhr. Busabfahrt 11:50, mit etwas Verspätung kam der große Reisebus an. Wr dürfen nicht einsteigen, irgendetwas scheint mit dem Bus nicht zu stimmen. Es wird wild telefoniert und nach ein paar Minuten kommt ein kleiner Ersatzbus. Gepäck und Touristen finden mehr oder weniger Platz im viel kleineren Bus. Das muss mal gesagt werden, diese Art Verspätungen kennen wir aus Asien überhaupt nicht. Je näher wir unserer Heimat kommen, desto öfter sind Verspätungen oder Ausfälle an der Tagesordnung.

Ankunft in Žabljak gegen 15:00 Uhr. Wir haben tolles Wetter bei endlich mal etwas milderen Temperaturen um die 26° Grad ( Žabljak liegt auf 1456 Metern ). Zunächst benötigen wir mal ne Unterkunft. Diese ist bei schnell gefunden, wir beziehen ein kleines 2 Zimmer Apartment mit Garten zu EUR 30,00 pro Nacht ( Wir zahlen in bar für 4 Nächte ).

Aus Wikipedia; “ Žabljak “ ist eine Kleinstadt im Zentrum des Durmitor-Nationalparks in Montenegro. Die Stadt hat etwa 2000 Einwohner und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Exkursionen und Ausflüge ins Gebirge. Die Stadt ist die höchstgelegene des ganzen Landes “

Wir richten uns ein und gehen erstmal fett einkaufen. Wir versorgen uns hier in Montenegro ganz gern mal selbst, denn das Essen ist schon sehr sehr fleischlastig. Wir freuen uns auf ein paar schöne Tage in Žabljak bzw. im Durmitor Nationalpark.

Willkommen in Žabljak !

Das Bergkloster von Ostrog und die Probaganda Bar in Nikšić

Das Bergkloster von Ostrog und die Probaganda Bar in Nikšić

Wir freuen uns schon mega auf unsere Wanderung zum Bergkloster von Ostrog. Bei wieder mal schönstem Wetter geht es zunächst zum Bahnhof, Zugabfahrt um 10:17 Uhr. Das Ticket von Nikšić nach Ostrog kostet EUR 1,00 per Person, Fahrtzeit 20 Minuten. Pünktlich geht es los und wir erreichen den einsamen Bahnhof von Ostrog gegen 10:32 Uhr. Lediglich drei weitere Touristen steigen mit uns aus. Die meisten Besucher fahren direkt mit dem Auto zum oberen oder unteren Kloster wie wir später sehen werden. Nach knapp einer Stunden ( 3,5 Kilometer ) erreichen wir den unteren Teil des Klosters. Es ist schon ziemlich warm, wir machen erstmal ne Frühstückspause. Frisch gestärkt geht es die letzten Treppenmeter zum oberen Kloster, da wollen wir zuerst hin. Wir füllen erstmal unsere Wasserflaschen auf und dann ab ins Getümmel. Hier ist ordentlich was los aber nach einer kurzen Wartezeit von 1 Stunde können wir uns den oberen Teil des Klosters auch von innen anschauen. Es ist mega schön hier, krass was hier in den Fels gezimmert wurde.

Zitat aus Wikipedia “ Das Kloster wurde 1656 vom Metropoliten von Hum und der Herzegowina, Vasillje Jovanovic, gegründet, der bis zu seinem Tod im Jahr 1671 dort lebte. Dort wird der Körper des heiligen Vasillje aufbewahrt. Deswegen wird es jedes Jahr (mit Ausnahme der 1940er Jahre) von tausenden Gläubigen besucht “

Um wieder entspannt zurück nach Nikšić zu kommen machten wir uns am Nachmittag wieder auf den Weg zurück zum Bahnhof nach Ostrog. Zugabfahrt kurz for halb 5. Nichts los hier am Bahnhof, wir sind die einzigen Menschen. Nee doch nicht, denn kurz vor der Zugabfahrt kommt ein Bahnhofskollege aus seinem Büro und meldet “ Nix Zug heute “ Der Zug hat einen Maschinenschaden und in beide Richtungen geht bis mindestens 20:00 Uhr gar nichts mehr. Mit dem Taxi kommt für uns nicht infrage, das soll EUR 20,00 bis 30,00 kosten. Das würde unser Budget gnadenlos sprengen. Wieder zurück zum Kloster und per Anhalter fahren ? Nee ist uns zu anstrengend da wieder hoch zu kraxeln. Wir nehmen die weitere Strecke von 5,2 Kilometern zur Straße. Es qualmt hier und da, wir treffen einen netten Menschen der sich die Brandherde per Drohne anschaut. Spontan bietet dieser uns auch freie Unterkunft auf seinem Campingplatz an. Wir unterhalten uns ein wenig machen uns dann weiter auf zur Straße. Ein Feuerwehrwagen kommt uns entgegen, man grüßt freundlich. Der Feuerwehrwagen kreuzt wieder unseren Weg, leider kein Platz für uns zum mitfahren, aber die Brände nicht gelöscht, Klasse ! Nach knapp einer Stunde haben wir die 5,2 Kilometer gerockt und kommen dann auch schnell per Anhalter weiter bis zur Hauptstraße, die nach Nikšić führt. Zum dritten mal sehen wir die Jungs mit dem Feuerwehrwagen. Die haben ziemlich geschaut, das wir schon hier sind ;- ) Nach ein paar weiteren Minuten geht es dann auch schon weiter ins Zentrum nach Nikšić. Es ist bereits 18:30 Uhr und wir sind ziemlich müde. Wir entscheiden uns für einen Abstecher in die Propaganda Bar. Hier hat es uns gestern ja sehr gut gefallen. Auf’s Essen verzichten wir zunächst, wir genießen den Abend bei leicht alkoholischen Getränken. Später am Abend gibt es noch seichte Musik vom Freitags DJ. Auch wenn’s ein bisschen holprig zurück nach Nikšić ging, der Tag war mal wieder ne glatte 1.

Eines tut uns dann doch leid, denn wir haben von Nikšić mehr oder weniger nur unsere Unterkunft und die Propaganda Bar gesehen. Nikšić hat bestimmt mehr Aufmerksamkeit verdient…..

Reisetag von Cetinje nach Nikšić

Reisetag von Cetinje nach Nikšić

Keine Eile ist geboten, denn unser nächstes Ziel – Nikšić – ist nur ca. 83 Kilometer von Cetinje entfernt. Wir nehmen den Bus am späten Vormittag und erreichen Nikšić 2,5 Stunden später. Wir bleiben lediglich 2 Nächte in Nikšić, unser Ziel hier ist der Besuch des Klosters von Ostrog. Über einen Kurznachrichtendienst haben wir uns ein Apartment in Nikšić angemietet ( EUR 30,00 die Nacht ).  Ca. 10 Gehminuten vom Busterminal entfernt treffen wir Jovanna + Sohn, die uns ins Apartment lassen. Ein modernes Zimmer mit Klima und ner Küchenzeile. Wie gewohnt alles sehr nett und sauber hier.  Gleich nach dem Bezug machen wir ein paar Besorgungen und schauen uns ein wenig Nikšić an. Schnell landen wir und bleiben kleben in der Propaganda Bar. Ein paar Drinks bei lauwarmen Abendtemperaturen und schwupps ist der Tag mal wieder vorbei. Alles ganz entspannt und gemütlich hier in Nikšić, es gefällt uns mal wieder sehr gut hier. Herzlich willkommen in Nikšić !

 

Cetinje

Cetinje

Wissenswertes aus Wikipedia: Vom Ende des 15. Jahrhunderts bis 1918 war Cetinje die Hauptstadt Montenegros. Seit der Unabhängigkeit im Jahre 2006 ist Cetinje zwar Amtssitz des Präsidenten, nicht aber der Regierung. Cetinje gilt heute als national bedeutende historisch-kulturelle Stätte. Die Stadt beherbergt die Fakultäten für Kunst, Musik und Schauspiel der Universität Montenergo.

Es ist sehr warm heute, unser Apartment haben wir erst am Nachmittag verlassen. Für heute haben wir uns Cetinje vorgenommen. Wir schlendern durch die Gassen, schauen am Kloster vorbei und sehen uns die weiteren historischen Gebäude an. Ziemlich schnell benötigen wir mal wieder ne Pause…. Aus einer kleinen Ruhephase wird ein ganzer Abend in verschiedenen Lokalitäten. Viele Touristen scheinen hier nicht zu sein, das Dorfleben nimmt seinen Gang und wir lassen uns treiben. Cetinje + Umgebung gefällt uns sehr gut. Es ist natürlich einfacher wenn man über ein eigenes Fahrzeug verfügt. Aber auch ohne 2 oder 4 eigene Räder fanden wir es echt klasse hier.

Wanderung nach Kotor im Video

Wanderung nach Kotor im Video

Link zum Video: https://youtu.be/XCrGP-iPs4c

Für Liebhaber von Kultur und Geschichte ist Cetinje schon eine Reise wert. Dazu kommen wir später, denn wir nutzen Cetinje als Basis für einen Ausflug nach Kotor bzw in den Lovćen Nationalpark. Wettervorhersage für den heutigen Tag ne glatte 1 und deshalb wollen wir heute irgendwie nach Kotor kommen. Da steckt natürlich schon ein Plan dahinter, unsere Vermieterin Ana hat uns empfohlen per Anhalter Strecke zu machen. Man kann zwar auch mit dem Bus von Cetinje nach Kotor, die Busroute führt aber nicht durch den Lovćen Nationpark.

Für unsere Verhältnisse ging es früh raus.. Den Tag begrüßen, Morgengymnastik, Frühstück uns los geht’s. Nach einer kurzen Wartezeit hält das erste Fahrzeug an. Ein Wanderer aus Cetinje, der uns zum Eingang des Lovćen ( Eintritt EUR 3,00 ) mitnimmt. Auf der Fahrt entscheiden wir uns zum Besuch des Mausoleums von Peter dem II, Petrovic Njegos seinerzeit Fürstbischof von Montenegro und einer der bedeutendsten Dichter des serbischen Sprachraums. Das Mausoleum befindet sich auf dem Gipfel des Jezerski Vrh, immerhin auf 1657 Meter gelegen, das höchste Mausoleum weltweit. Zwei freundliche Bauarbeiter nehmen uns bis zur nächsten Gabelung mit. Man spricht ein wenig Deutsch, wir schnacken. Die letzten 2 steilen Kilometer zum Eingang des Mausoleum fahren wir wieder per Anhalter, diesmal mit einem sehr freundlichen Pärchen aus Polen.  Eintritt für das Mausoleum EUR 8,00 pro Person, für die letzten Meter sind noch 461 Stufen zu bewältigen. Vom Gipfel hat man einen super schönen 360° Blick auf die tolle Landschaft. Wir genießen die Zeit und erhaschen schon mal einen diesigen Blick auf unser nächstes Ziel, die Bucht von Kontor.

Zunächst zu Fuß ging es den Berg hinab, aber als der Weg an der Straße mündete ging es weiter per Anhalter. Die nächste Mitfahrgelegenheit sollte nicht lange auf sich warten lassen, 2 nette Slowenen nahmen uns mit. Die ersten atemberaubenden Ausblicke auf die Bucht von Kotor kamen in Sichtweite und wir ließen uns an einem Restaurant – gelegen an einem Wanderweg nach Kotor – rausschmeißen. Nach einem Kurzgetränk ging es auf nach Kotor. Diesmal zu Fuß über ein sehr schönen Wanderweg. Mit uns auf dem Pfad nur eine weitere handvoll Wanderer. Ach ist das schön hier und die Ausblicke auf Kotor und die Landschaft unglaublich geil. Unser Wanderweg führt von direkt zur Burg von Kotor und hier ist dann auch Schluß mit dem Wanderweg. Durch ein Burgfenster – und mit Hilfe eines Besuchers, der im Fenster saß betraten wir – unentgeltlich und unerlaubt – die Burg. Es ist zu heiß und wir brauchen Wasser. Die Burg interessiert uns nicht wir nutzen den Weg nur um die Altstadt zu gelangen. Am Ausgang werden wir nach unseren Tickets gefragt “ haben wir entsorgt “ war unsere Antwort und wir durften weiter gehen.

Unsere erste Anlaufstation in Kotor war ein Brunnen. Erstmal ordentlich trinken, ein wenig ausruhen und die Flaschen wieder auffüllen. In Kotor liegt gerade ein Monster Kreuzfahrtschiff, zum Glück wird das Teil gleich ablegen. Die Stadt ist somit nicht so voll. Glück gehabt, denn hier sollen teilweise bis zu 4 Schiffe zugleich anlegen können. Das sprengt natürlich diese kleine schöne Altstadt. Wir bummeln durch die Gassen, gönnen uns einen kleinen Imbiss und schon zeigt das Zeiteisen 17:30 Uhr. Wir wollen per Anhalter  zurück nach Cetinje und machen uns auf zur Hauptstraße. Erst nach einer halben Stunde hält ein Sprinter an. Mal wieder ein Deutscher – lebt in Hannover – der hier bei seiner Familie Urlaub verbringt. Absolut kurios…. Der Kollege hat einen Bruder, der in Hamburg lebt. Und wo wohnt man wenn man aus Hamburg kommt, natürlich in Steilshoop !? Auf unsere Frage in welcher Straße der Bruder wohnt, sagte der Kollege “ Elbgaustraße “ hmmmm ;-). Der Kollege brachte uns zur nächste Gabelung in Richtung Cetinje. Dort ging nicht viel und die Uhr zeigte bereits 18:30 Uhr. Noch 10 Autos und dann gehen wir zum Bus waren unsere Worte…. Das erste Fahrzeug – eine Lehrerin auf dem Rückweg von Kotor nach Cetinje – brachte uns bis vor die Haustür. Mega !

Es ist bereits 19:30 Uhr und wir haben keine Lust mehr ins Dorf zu gehen. Wir gönnen uns ne schöne Dusche und bereiten uns ein Resteessen. Das war mal wieder ein mega schöner Tag. Danke dafür !

Link zum Video: https://youtu.be/XCrGP-iPs4c

 

 

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