Mit dem 90 Tage Visum – für Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua – sind wir dann doch nicht ausgekommen……. Für Nicaragua haben wir uns noch ein paar nette Ziele ausgesucht und deshalb hiess es heute nach Costa Rica “ auszuwandern “ Zum Glück mussten wir uns bewegen, denn ansonsten hätten wir bestimmt noch ein paar Tage für Ometepe drangehängt. Da unsere nächsten Ziele oberhalb des Nicaragua Sees liegen – dieser ist aufgrund des geringen Wasserstands leider nicht überall Schiffbar – haben wir uns für den Weg über Costa Rica entscheiden. So zu sagen eine Doppelmutzi ( Visum verlängern und schon mal Costa Rica antesten ). Die 17 Kilometer Wasser und die restlichen 56 Kilometer Land haben wir in rekordverdächtigen 8 Stunden geschafft. Die Grenze war mal wieder eine entspannte Geschichte. In La Cruz sind wir dann so gegen 15:30 Uhr angekommen. Hier und da ein wenig die Lage gecheckt und schon hatten wir eine Unterkunft. Über die Preise wollen wir hier nicht sprechen. Die Menschen hier mal wieder viel netter ( ausser an der Grenze, aber das ist wohl überall so ). Wir sind dann gleich mal zum Einkaufen und haben uns dann ein wenig entspannt. Super toller Blick von unserem Hotel auf den Pazifik. Nachdem wir ein bisschen geschnackt haben sind wir noch bei einem chinesischen Restaurant eingekehrt. Immer ein Bank hier in Zentral Amerika. Mega Portionen zu einem fairen Preis. Heute früh ins Bett, denn morgen werden wir uns den ersten Nationalpark zu Brust nehmen. Da soll es mächtig was zu sehen geben. Wir fordern Dich auf Costa Rica. zeig mal was Du – ausser mega hohen Preisen – so drauf hast 😉
Wir haben schon jetzt entschieden, dass wir uns bei dem nächsten Zwischenstop in Nicaragua mit Rum, Snickers ( Grundnahrungsmittel ) etc eindecken werden…. 😉 Wer möchte, dass wir länger in Costa Rica bleiben können, kann uns gern finanziell unter die Arme greifen 😉 😉 😉
Noch vor dem Frühstück haben wir uns per Bus nach Santa Cruz aufgemacht. Der Ort ist nur ein paar Meter groß und damit sehr überschaubar. 1 Supermarkt, 8 Unterkünfte sowie ein paar Restaurants und Fahrrad / Motorradverleiher, das wars schon in Santa Cruz. Das soll nicht darüber hinweg täuschen, dass der Ort super schön zum entspannen, baden und überhaupt toll ist. Super schön gelegen zwischen den beiden Vulkanen Concepción ( 1610 Meter ) und Maderas ( 1394 Meter ). Was geht hier so auf der Insel…. Mofa ausleihen und rumkurven, Vulkan Besteigungen, Baden in unzähligen Lagunen, Wasserfälle und und und. Eine der Top Sehenswürdigkeiten in Nicaragua. Was haben wir gemacht….. Zunächst einmal haben wir den Weltrekord im Dauer-Schaukelstuhl-Sitzen / Schaukeln aufgestellt. Natürlich immer mit Unterbrechungen, da wir auch noch Schwimmen, Essen und Fussball schauen mussten. Zwischendurch gab es dann auch mal ein schickes Kaltgetränk auf unserem Balkon. Wir wollten und haben die komplette Osterwoche hier verbracht. Der Hektik sind wir mit der Santa Cruz Lösung weitgehend entkommen. An 1-2 Tagen war auch hier ordentlich was los. Live Musik sowie Fussball und Volleyball Turniere am Strand. Wir haben uns unters Volk gemischt. Langnasenanteil zu den Feiertagen nur 0,13%. Nach den Ostertagen kam dann die Stille und wir hatten unser Hotel ( gesamt 8 Zimmer ) wieder für uns allein. Die Pferde und Rinder haben den Strand dann wieder übernommen. Von Touristen – die meistens Rot / Weiss gestreift – war nicht mehr viel zu sehen. Das letzte Abendmahl gab es dann wieder an unserem Strandrestaurant. Für den Besitzer gab es wohl etwas zu feiern, denn der war raketenvoll. das Essen kam komplett ( nicht so wie am Vorabend ) und hat mal wieder lecker geschmeckt ( Hühnchen mit Reis und Salat die 18.000ste ).
Ometepe ist absolut empfehlenswert, auch wenn wir nichts auf die Reihe bekommen haben. Wir waren so faul, dass wir schon was angewachsen sind. Warum auch nicht ! Ein wenig haben wir dann doch gemacht, denn die theoretische Reiseplanung für die nächsten 3 Wochen steht. Jetzt geht es erstmal nach Costa Rica, denn unser Visum läuft am 21.04 ab. Keine Angst Nicaragua, sobald wir unser Visum erneuert haben kommen wir zurück. Hier geht noch was !
Auf anraten von David ging es bereits um 08:30 Uhr los. Zunächst wollten wir uns aber ein schickes Frühstück in der Markthalle einverleiben. Nix da, denn die Damen hatten noch nicht geöffnet. Wir entschieden uns dann in San Jorge ( Fährableger nach Ometepe ) zu frühstücken. Der Bus stand schon bereit. Mit dabei diesmal eine Menge anderer Langnasen. Mal schauen was das wird auf Ometepe…. Um 11:00 Uhr angekommen in San Jorge mussten wir erstmal das verpasste Frühstück nachholen. Eine Ceviche kommt uns da gerade recht. Nach dem schönen Frühstück ging es dann zum Fähranleger. Oh Mist was für eine Menschenmenge am Ticketschalter. Der Strand am Fähranleger sah aus wie zu besten Zeiten auf Malle. Die Ostermenge vergnügte sich im Wasser. Aus uns nicht bekannten Gründen wurde der Ticketverkauf für 1,5 Stunden eingestellt. Endlich um 14:00 Uhr ging es dann los. Nach 10 Minuten Fahrt machte sich eine kleine Hektik breit an Bord. Was ist passiert…? Die Fähre hat den Geist aufgegeben. Wohl irgendwas mit dem Ruder oder der Maschine ( oder vielleicht auch überladen ? ) Man weiss es nicht. Auf jeden Fall ging es zurück zum Anleger. Alle Passagiere durften wieder runter von der Fähre, Nur die Fahrzeuge blieben drauf. “ Komisch, denn die Fähre fährt jetzt doch wieder, nur ohne Passagiere „. Das muss mal einer verstehen…… Wir mussten auf die nächste Gelegenheit warten. Um 16:30 Uhr ging es dann endlich los. Erfolgreich erreichten wir Ometepe dann um 18:00 Uhr. Um unser Ziel “ Santa Cruz “ zu erreichen war es schon zu spät und zu dunkel. Also liessen wir uns von einer netten Dame zu einem Hostel mitschnacken. Am Abend gab es dann noch lecker Essen und einen Absacker Cuba/Libre. Der erste Eindruck von Ometepe. Sehr sehr geil und endlich mal wieder ein Highlight 😉
Granada ist wirklich eine super schöne Stadt. Gern wären wir noch ein Tag geblieben, unser “ Vermieter “ wollte dann aber die Preise drastisch erhöhen und das wollten wir uns nicht leisten. Auf umziehen – nur für einen Tag – hatten wir auch keinen Bock. So haben wir uns an einem Tag die Stadt angeschaut inkl. einer schönen einstündigen Bootstour auf dem Nicaragua-See und am zweiten Tag ging es dann zum Kratersee ( separater Bericht ). Die einschlägig bekannten Fast Food Restaurants sucht man hier glücklicherweise vergeblich. Die Stadt hat sich dennoch auf den Tourismus komplett eingestellt. Das haben die Stadtplaner aber gut hinbekommen, denn die Ursprünglichkeit ist dabei nicht verloren gegangen. Das einzige was wir hier vermissen ist die Herzlichkeit wie wir diese aus anderen Ländern Zentralamerikas kennen. Aber diese Tatsache verfolgt uns ja schon von Beginn an. Alles nicht so schlimm aber es fällt eben auf.
Was macht man bei Tagestemperaturen von 38° Grad im Schatten ? Der nur ca. 1 Stunde entfernte Kratersee drängt sich für eine Erfrischung geradezu auf. Los ging es nach einem tollen Frühstück in der Markthalle. Nach einer 30 minütigen Busfahrt sind wir dann am Eingang zur Lagune eingetroffen. Von dort aus fährt man dann per Bus, Taxi oder Anhalter hinunter zur Lagune. Da der Bus nur 3-4 mal am Tag fährt, das Taxi zu teuer ist machten wir uns per Anhalter auf zur 8,5 Kilometer entfernten Lagune. An der Lagune hat man dann die Wahl zwischen dem öffentlichen – kostenlosen – Strand oder die Benutzung von “ Privatstränden “ einiger schön gelegener Unterkünfte. Das kostet dann so knapp USD 7,00 pro Person und beinhaltet dann die Nutzung von Kayak, Schwimmreifen, Kaffee-Flatrate, WIFI und und und. Brauchen wir alles nicht, also haben wir es uns am öffentlichen Strand gemütlich gemacht. Wenn es zur heiß wurde sind wir ins Wasser oder in eines der vielen Restaurants um uns abzukühlen ( 1 Liter Bier EUR 2,00 ). Wir haben den ganzen Tag am schönen Kratersee verbracht. Der letzte Bus von der Lagune zur Hauptstraße sollte der unsrige sein. Am Abend haben wir uns dann noch eine Ceviche gegönnt bevor es dann wieder zurück ins Hotel ging. Dort angekommen löcherten wir die beiden Inhaber ( Angelica und David ) bezüglich unserer Weiterreise nach Ometepe bzw. Costa Rica.