Drei Monate Thailand sind nun um…. Wir haben es schon mehrfach erwähnt, aber trotzdem nochmal an dieser Stelle: Ohne Corona wäre es wohl bei einem Inselurlaub geblieben und wir hätten das Land nicht so ausgiebig bereist. Wir können nur sagen: Wir bereuen keinen einzigen Tag. Die Herzlichkeit der Menschen, ihre mitreisende Schadenfreude – übrigens auch über sich selbst – ihr Humor und das ansteckende, oft auch etwas dreckige Lachen hat es uns leicht gemacht, uns wohl zu fühlen. Wir haben uns immer willkommen gefühlt und hatten so viel Spaß mit den Thais. Wir hoffen natürlich auch sie mit uns… aber zumindest bei unseren Versuchen Thai zu sprechen kamen sie ganz bestimmt auf ihre Kosten, oder wenn beim Essen unsere Gesichter knallrot wurden und wir nass geschwitzt waren, weil wir doch mal wieder Thai-Schärfe bestellt hatten. Und da wären wir auch schon beim nächsten Thema, das Essen…. Ein Traum. Wir lieben die Klassiker wie Pad Thai, Bratreis, Larb, Som Tom, Tom Yum, Nudelsuppen und die Currys in allen Facetten. Und natürlich die Fruchtshakes. Aber auch sonst haben wir uns einfach durchprobiert. Dieses Mal haben es uns auch die Süßspeisen sehr angetan 😉
Wir waren überrascht von der wunderschönen und vielfältigen Landschaft, so grün hätten wir es gar nicht erwartet. Es war ein toller Mix an Inseln, Nationalparks und Städten. Da waren wirklich ein paar Highlights dabei. Okay, auf Bangkok am Ende hätten wir verzichten können, aber das ließ sich leider nicht vermeiden. Das liegt allerdings auch eher an uns, das wird einfach nicht mehr die große Liebe zwischen der Stadt und uns.
Ein paar Worte zu Corona müssen sein, auch wenn es nervt. Für uns war es die beste Reisezeit, die wir wählen konnten: wenig Langnasen unterwegs, viele Unterkünfte, Strände und absolute Top-Sehenswürdigkeiten ganz für uns alleine – oder zumindest fast – viel mehr Kontakt zu den Einheimischen und vor allem die Tatsache, dass sich die Natur in den letzten zwei Jahren ein bisschen erholen konnte. Schwieriger war es manchmal mit der Unterkunftssuche oder den Transportmöglichkeiten, die einfach nicht mehr vorhanden waren. Für uns eher eine Herausforderung, die das Reisen wieder etwas ursprünglicher gestaltete, aber für die Menschen vor Ort leider ein Existenzkampf. So viele Hotels, Restaurants und Shops total runtergekommen, mitsamt dem Inventar einfach verlassen und verwaist. Wir drücken die Daumen, dass sich das Land und die Menschen wieder erholen können.
Hier nochmals unsere Reisroute:
Koh Lanta
Koh Mook (Koh Muk)
Khlong Thom
Krabi
Phang Nga
Khao Lak
Khao Sok
Koh Phayam
Khura Buri
Koh Surin
Prachuap Khiri Khan
Amphawa
Kanchanaburi
Ayutthaya
Sukhothai
Lampang
Phrae
Chiang Rai
Bangkok
Danke Thailand für die tollen Erfahrungen, wir kommen gerne wieder!!
Die Tage in Bangkok verbrachten wir mit Faulenzen, Besuch Chinatown, Besuch Khao San ( wir berichteten von der Enttäuschung ), Besuch von KleinIndien, Einkaufen ( JJ Market ), Essen und trinken. Tschüß Bangkok
Ein riesiges Dankeschön an unseren Freund und Kupferstecher Hans B. aus W. Ohne die Hilfe von Hans, hätten wir ab Mitte Juli nicht mehr reisen können. Naja, ist etwas übertrieben, aber unser Hans hat uns unsere neuen Kreditkarten an eine Geheimadresse nach Bangkok geschickt. In einer Nacht und Nebelaktion – und unter Einsatz unseres Lebens – haben wir die Karte – gleich um die Ecke von unserer Unterkunft – abgeholt. Ich freue mich persönlich sehr, dass Hans doch nicht alles vergessen hat, was wir Ihm beigebracht haben. Unser Hans, nochmals vielen Dank ! Wir werden Dich als Oberversand-Direktor für Dokumente 2022 “ i.A “ vorschlagen.
Um 05:30 Uhr klingelte der Wecker, den Tuk Tuk Mann hatten wir bereits am Vortag zu 06:00 Uhr zur Unterkunft bestellt. Ein paar letzte Sachen gepackt und ab ging es zum ca. 12 Kilometer entfernten Flughafen. Am Schalter noch ein wenig Übergepäck umgepackt und schon waren wir eingecheckt. Pünktlich um 08:25 ging der Flieger in die Luft, wir erreichten ebenso pünktlich Bangkok um 09:25 Uhr. Mit der Bangkok S-Bahn ging es dann in die Innenstadt. Dort angekommen ging es dann gleich auf die Suche nach einer Unterkunft. Schon jetzt mal wieder fest, Bangkok ist einfach nicht unser Ding. Alles voller Autos, Hochhäuser, Menschenmassen, Gestank, wir machen unser Ding und fertig Bangkok. Es gilt noch einiges in Bangkok zu erledigen, langweilig wird es uns also nicht. Für unsere Unterkunft haben wir uns das Rotlichtviertel ausgesucht und sind nach einer 2 stündigen Suche auch fündig geworden. Unser neues Domizil für 2 Nächte ist das „Guesthouse23″ Nett und ruhig gelegen, wobei ruhig wohl in Bangkok nicht funktioniert. Auf jeden Fall schönes Zimmer, diesmal mit separatem Bad, Gemeinschaftsküche und sehr sehr netten “ Vermietern „. Nach einer tollen Nudelsuppe sind wir dann zu einem Speditionskollegen von Hans B. aus W gegangen. Es galt eine Express Lieferung dort abzuholen. Dazu mehr in einem separaten Bericht. Am Nachmittag ging es dann per BTS Skytrain bzw. Fähre zur legendären “ Khao San Road “ Wir hatten bereits gelesen, dass die Khao San in 2020 umgestaltet wurde. Mal schauen was uns dort nun erwartet. Das Ergebnis liess nicht lange auf sich warten. Die Khao San soll eine Hauptattraktion von Bangkok werden ( Also ne Meile für Touristen ) und das kann nichts gutes bedeuten. Die fliegenden Händler benötigen nun eine Lizenz und somit sind kaum noch welche vorhanden. Direkt an der Khao San herrscht reges treiben erinnert uns aber leider an den Hamburger Kiez. Überall moderne Läden aus denen der Bass hämmert. In den ehemals belebten Gassen die von und zur Khao San führen, alles geschlossen. Es ist ein trauriger Anblick. Zurück zur Khao San selbst. Der alte Straßenbelag wurde komplett entfernt und neu gepflastert. Sieht jetzt so ähnlich aus wie am Jungfernstieg bloß nicht so viel Kaugummi auf dem neuen Gehweg. Die Stände sind nun nach “ Produktart “ angeordnet. Am Anfang und am Ende gibt’s wenigstens noch Essen vom Straßenstand, in der Mitte Klamotten und Bar and Bar. Die Koberer an der Khao San zeigen jetzt Schilder mit Angeboten der Bar’s weil das gesprochene Wort durch die dröhnende Musik nicht mehr zu hören ist. Alles was die alte Khao San ausgemacht hat ( Flair, Atmosphäre, Geruch nach Reisen und Abenteuer ) ist nun weitgehend nicht mehr vorhanden. Im Zeitalter des Internets musste sich die Khao San vielleicht neu erfinden, denn Rucksackreisende sind hier kaum noch anzutreffen. Die neue Generation “ Khao San “ bucht die Unterkunft im Internet und legt keinen Wert auf persönlichen Austausch von Informationen. Es scheint ein neues Reisezeitalter angebrochen, wir fühlen uns wie zwei alte Reisedinosaurier. So mancher Hippie würde sich wohl um Grabe umdrehen ( wahrscheinlich auch so wie wir reisen… ). Man macht sich neuerdings schick für die Khao San so scheint es. Nicht unser Ding, also Tschüß Khao San auf nimmerwiedersehen, es war schön mit Dir.
Erstmal hieß es ausschlafen. Dann auf eine Nudelsuppe und eine Tom Yum gleich nebenan ins Restaurant. Wieder gleich um die Ecke haben wir uns dann für zwei Tage einen Scooter gemietet ( wieder eine 125ccm ). Da finden wir so langsam gefallen dran, denn die 50ccm sind doch schon sehr “ langsam “ Gerade für weitere Strecken ausserhalb der Stadt ist so ein – für uns – mächtiges Teil schon sehr geil ( Kosten pro Tag THB 200,00 ). Zunächst einmal führe uns unsere Reise zu den heißen Quellen von Pha Sot …… Es sind zwar schon über 30° Grad aber trotzdem ist ein Bad im Schwefelwasser mega angenehm ( Super bei Gicht und die Christl ist ein wenig erkältet ). Eintritt THB 30,00 pro Person und wie fast immer waren wir die einzigen im Pool. Empfohlen sind 30 Minuten in der heißen Brühe und danach waren wir auch Platt. Was kann es da erfrischenderes geben als mit dem Moped durch die Natur zu düsen. Unser nächstes Ziel die heißen Quellen von Huai Man Liam, oder wie die Christl sagen würde “ Der Blubberte “ Der Blubberte hat zwar nur 57° Grad, schwimmen ist hier nicht zu empfehlen bzw. natürlich untersagt. Der See liegt wunderschön gelegen im Nationalpark “ Lam Nam Kok “ Danach sollte es zurück in Richtung Chiang Rai gehen, aber es sollte anders kommen. Wir haben dieses riesen weiße Teil schon aus der fern gesehen. Einmal nicht richtig abgebogen standen wir auf einmal vor der Guan Yin Statue ( Gottheit der Gnade / Barmherzigkeit ). Was für ein riesen mega Teil, gefühlt 18x so hoch wie der Steilo Palast von Elsbeth P. aus S. Wahnsinn was hier hochgezogen wurde bzw. noch wird. Das wird eine mega Abzugsstation. Treppe rauf zum Sockel der Statue, denn von weitem hatten wir schon so etwas wie Fenster gesehen. Und tatsächlich, man kann in dem Teil mit einem Fahrstuhl in die 25. Etage fahren. Am Fahrstuhl ( THB 40,00 pro Person ) wurden wir sehr herzlich von 4 Kerlen und 2 Damen, alle in Uniform in Empfang genommen. Man salutierte bevor es hieß “ zurückbleiben bitte “ Ein sehr bizarres Bild….. Oben angekommen konnte man noch ins 26 Stockwerk gehen um dann aus dem 3. Auge schauen zu können. Aus den verschiedenen Körperöffnungen hatten wir einen tollen Rundumblick. Ist zwar Monster Abzug hier, aber auch toll. Wir müssen es nicht erwähnen, fast nix los hier. Am späten Nachmittag testeten wir mit großen Erfolgen die Milchshake, Pad Thai und Pancake Szene in Chiang Rai. Den Rest des Abends verbrachten wir auf unserer wunderschönen Terrasse . Hatten wir es schon erwähnt, Chiang + Umgebung ist sehr geil.