Traumhafte Tage auf Malenge

Traumhafte Tage auf Malenge

Wir könnten es kurz machen mit dem Sandy Bay Resort auf Malenge – EIN PARADIES – machen wir aber nicht. Die Lage, das Wasser, die Natur ist ein Traum. Anfangs haben wir die PokiPoki Herzlichkeit ein wenig vermisst, doch wenn man auf die Menschen zugeht – im Vergleich zum PokiPoki spricht hier nur Aspan Englisch – kann man sich hier so richtig wohlfühlen. Was der Uya im PokiPoki war, ist hier unser Aspan ( naja, fast zumindest ;-)) Was haben wir hier so getrieben ? Schnorchelausflug zum Riff Nummer 5, Dschungelwanderung ins Dorf Malenge, Sonnenuntergang genießen an der Haifischbucht, kleine abendliche Entdeckungstour zu den Kokoskrabben, frisch geerntete Kokosnüsse verzehrt, Schnorcheln am Hausriff und vieles mehr. Unsere elektronischen Bücher liefen auf Hochtouren und die Hängematten wurden auf’s Äußerste strapaziert. Gesichtet wurde außerdem noch eine Schlange – ca. 2-3 Meter lang, ein Waran, ein wunderschöner Adlerrochen und natürlich die Baby-Haie direkt in unserer Bucht. Und dann durften wir noch eine Schildkröte zurück in die Freiheit entlassen. Eines Vormittags fuhr Aspan mit dem Boot ins Dorf um ein paar Besorgungen zu machen, er traf auf einen Fischer, der eine Schildkröte gefangen hatte. Auch wenn das Gebiet hier ein geschützter Nationalpark ist, kommt es leider immer wieder zu illegalen Fängen und auch verbotener Dynamit-Fischerei. Die Regierung tut hier nicht viel, außer die Eintrittsgelder zu kassieren… Aspan und der SandyBay-Manager, Apin, haben die Vereinbarung getroffen, sollten Sie so einen Fall beobachten, wird das Tier freigekauft unter Drohung einer Anzeige bei der Polizei und die Kosten teilen sich die beiden. Für die Schildkröte hätte der Fischer auf dem Markt einen Preis von bis zu 1,5 Mio Rupiah erzielen können – eine Menge Geld hier. Aber da Aspan mit der Polizei drohte, hat er das wunderschöne Tier für 200.000 Rupiah freikaufen können. Er brachte sie mit zum Sandy Bay, wo wir das Prachtexemplar gemeinsam frei ließen. Sie war anfangs noch sehr verängstigt und blieb regungslos in unserer Mitte liegen, doch dann machte sie sich auf in die wiedererlangte Freiheit. Wir hoffen, es gibt noch mehr Menschen, die dem guten Beispiel von Aspan und Apin folgen. Für uns war es ein bewegender Moment. Auch hier blieben wir länger als geplant, aber da uns das Bargeld ausgeht und es hier keinen Geldautomaten gibt, müssen wir die Togeans nach nun gut drei Wochen verlassen. Eine Rückkehr ist keinesfalls ausgeschlossen 🙂 Was für ein schönes Fleckchen Erde!

Ausflug zum Riff Nummer 5 @ Malenge

Ausflug zum Riff Nummer 5 @ Malenge

Auch rund um Malenge gibt es so einige Schnorchelplätze. Das Riff Nummer 5 soll eines der schönsten sein, also machten wir uns zusammen mit Annette und Jörn, ebenfalls aus Hamburg, auf den Weg dorthin. Die Bootsfahrt dauerte nur ca. 15 Minuten vom Sandy Bay aus. Wir verbrachten gut 1,5 Stunden im Wasser, da unser Kapitän kein Englisch konnte, waren wir uns nicht ganz sicher, ob wir auch tatsächlich alles, bzw. die schönsten Stellen des Riffs erkundeten. Wie sich später herausstellte, sollte es dort auch eine schöne Riffkante geben, die wir leider nicht gesehen haben. Es war trotzdem ein schöner Ausflug, es gab einige schöne Korallen und auch viele Fische. Aber leider ist auch hier schon sehr viel kaputt. Wir haben bisher schon einige tote Korallen gesehen, aber hier konnte man das Sterben des Riffs richtig beobachten. Die Korallen verlieren von unten die Farbe oder sind wie von einem Pilz befallen. Auch hier kann sich der Dornenkronenseestern aufgrund der Überfischung seines natürlichen Feindes, dem Napoleon-Lippfisch, ungehindert ausbreiten und die Korallen auffressen. Aber das ist natürlich nicht der einzige Grund, auch die ansteigende Meerestemperatur merkt man hier spürbar. Es ist schon sehr bedrücken mal wieder so nah und deutlich sichtbar zu erleben was wir unserer Erde antun. Aber es gab auch hier und da Stellen an denen neue Korallen wachsen und sich das Riff verändert. Wenn man ganz genau hinschaut und aufmerksam beobachtet, dann kann man sich auch an den kleinen Dingen erfreuen. Wir geben nicht auf und haben immer noch Hoffnung 🙂

Unsere Tage auf Una Una

Unsere Tage auf Una Una

Una Una ist eine tolle Insel, sogar mit Dorfleben und immer eine Reise wert. Für uns steht das Tauchen nicht an erster Stelle, vielleicht fühlten wir uns deshalb nicht 100% wohl. Einzigartig die unmittelbare Nähe – über und unter Wasser – zum immer präsenten Vulkan. Das Sanctum ist schon eine tolle Anlage und mit dem Garten Bungalow für IDR 300.000 pro Person / Nacht schon ein Schnäppchen ( wobei natürlich immer davon ausgegangen wird, dass viel getaucht wird ). Beim nächsten Mal würden wir das benachbarte Resort ausprobieren. Das sah aus der Ferne gemütlicher aus und sowohl die „ locals „ als auch die Gäste winkten uns immer fröhlich zu. Leider liegen die beiden Resorts – warum auch immer – im Streit. Mögliche Kombinationsmöglichkeiten z.B. in Sachen Transport für die Gäste werden nicht berücksichtigt. Tschüß Una Una 

Tauchen, Schnorcheln und auf zum Vulkan ( und das an einem Tag… )

Tauchen, Schnorcheln und auf zum Vulkan ( und das an einem Tag… )

Für den heutigen Tag haben wir eine in Stein gemeißelte Regel gebrochen „ Nur eine Aktivität pro Tag „ Flexibel wir wir sind haben wir aus dem Stein mal eben einen Schwamm gemacht. Heute auf dem Programm; 2 Tauchgänge – die Christl bleibt am Strand bzw. geht Schnorcheln – sowie ein Ausflug zum Vulkan. Warum so ein Streß plötzlich ? Das ist eine traumhafte Insel, aber wir fühlen uns im Sanctum nicht zu 100% wohl. Ist natürlich ein Luxusproblem. Es wird den einen oder anderen geben, der liebend gern mit uns tauschen würde……. Deshalb bleiben wir nur 4 Nächte und reisen mit dem Großteil der Gäste wieder ab. Da können wir uns dann wieder ein Boot teilen.  Der erste Tauchgang zum „ Apollo „ wurde vom Strand aus gestartet. Mein erster Tauchgang vom Strand, Einweisung = Null. Im Briefing wurde auch nichts davon erwähnt, dass es zum Ende eine starke Strömung gibt. Alles egal, ab ins Wasser und auf zur Suche nach den Barrakudas. Die soll es nämlich hier in Hülle und Fülle geben. Wenn mal keine Fische anzutreffen sind, sollen die Tiere mit Geräuschen angelockt werden. Weit und breit waren keine Barrakudas zu sehen. Das ist nicht schlimm, mega nervig war nur , dass die 3 Tauchguides ca. 15 Minuten durchgehend Lärm im Wasser fabrizierten. Da hätte ich als Fisch auch keinen Bock drauf. Die Sicht war obendrein auch beschissen. Keine Fische, keine gute Sicht, da kann mann nichts machen und ist auch nicht weiter schlimm. Die Strömung am Ende des Tauchgangs wurde dann noch etwas stärker, ich habe dann die Hilfe des Guides in Anspruch genommen. Die letzten Meter an den Strand – gegen die Strömung – habe ich dann mit Hilfe einer Gabel zurückgelegt. Fazit, nichts gesehen ( macht nix ), viel zu viel Lärm durch die Guides und ein schlechtes Briefing. Nach der obligatorischen Pause ging es dann auf zum nächsten Tauchgang. Von diesem Tauchgang habe ich mir einiges versprochen, denn es ging nach „ Hongkong „ zum fishmarket.  Ab ins Wasser, aber die ersten 15 Minuten war nichts zu sehen. Dann endlich ging es los mit tollen Korallen und vielen Fischen. Mit Erwartungen ist es ja immer so eine Sache……. Meine Sauerstoffflasche wurde nicht korrekt justiert – mein Fehler, hatte ich nicht nachgeprüft – und ich hatte keine Lust und später dann auch keine Luft mehr. Sicht war solala, Tauchgang im allgemeinen OK. So einen emotionslosen Haufen an Tauchern bin ist selten begegnet. Da hätte ich mal lieber mit der Christl schnorcheln gehen sollen. Nach dem Mittag ging es dann auf zum Vulkan. Mit dabei ein weiteres Pärchen aus Deutschland. Jeder von uns durfte Platz auf einem Moped nehmen ( also hinten drauf, denn wir hätten die Strecke allein nicht unfallfrei fahren können ). Über Stock und Stein, durch Pfützen, am Strand, durch Geröll, Morast, Sand und Dschungel ging es dann zum ca. 40 Fahrminuten entfernten „Parkplatz“ 😉 in der Nähe des Vulkans. Die Fahrt zum Parkplatz war schon ein Erlebnis für sich selbst. Das eine oder andere Mal mussten wir absteigen um die Fahrt dann später wieder fortzusetzen. Vom Parkplatz ging es dann durch ein Flussbett zum ca. 1 Stunde entfernten Vulkan. Ein lauwarmer Rinnsal wurde langsam zu kochend heißem Wasser und überall dampfte es. Ein tolles Farbenspiel zwischen all dem Dampf, blauen Himmel und der tollen Vegetation. Schweissgebadet erreichten wir dann den Krater. Es dampfte und zischte hier richtig inklusive dem normales Schwefelgeruch eines Vulkans. Wir befinden uns nun direkt im Krater des Vulkans. Der Kraterrand um uns herum nur ca. 20 Meter hoch. Eines ist uns mal wieder klar geworden, in der Natur fühlen wir uns so richtig wohl. So nah dran zu sein an den Naturgewalten ist schon ein tolles Erlebnis. Eine seht gute „ Entschädigung „ für die mäßigen Tauchgänge am Vormittag. Leider hat unsere Kamera den Geist aufgegeben. Das waren wohl zu viele Dämpfe……. Man sind wir nun kaputt, um 20:30 Uhr ging es ins Bett. Es hat eh fast niemanden interessiert wie es am Vulkan war. Wir wurden schon gar nicht mehr gefragt ob wir nächsten Tag tauchen wollen……

 

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