DER Potala Palast und das Sera Kloster

DER Potala Palast und das Sera Kloster

Um 08:00 Uhr zum Frühstück und um 09:00 Uhr Treffen mit der Reisegruppe in der Lobby. Mal schauen was uns hier erwartet. Auf den ersten Blick ein vernünftiger Haufen, Danny unser Reiseleiter auch OK. Zunächst ging es zum einem Aussichtspunkt um den Potala Palast best möglichst in den Kasten zu bekommen. Danach haben wir den kleinen Gebetsweg ( Kora ) um den Palast beschritten. Mit uns viele andere Touristen und noch mehr Gläubige. Dann ging es endlich los. Unsere Besichtigung war für 12:00 Uhr gebucht. Aufgrund der Massen an Menschen wird man regelrecht durch den Palast gescheucht. Öffentlich zugänglich sind lediglich 1/4 der gesamten Anlage. Wir waren vornehmlich in den roten Gebäudeteilen unterwegs. Dabei handelt es sich um die Räumlichkeiten der Dalai Lamas. Zur Info, der aktuelle – 14. – Dalai Lama befindet sich im Exil in Indien. Bilder etc vom 14. Dalai Lama sind strengstens verboten. Was wir davon halten, würde den Rahmen sprengen. Sind aber froh, dass wir Tibet zum Ende von China machen, denn wer weiss vielleicht wären wir nicht nach China gereist…… Kurz zu den Fakten:

–> Bewohnt wurde der Potala Palast vom 5. bis 14. Dalai Lama ( 14. bis zum Exil )

–> Von 1642 bis 1959 offizielle Residenz sowie Regierungssitz der Dalai Lamas

–> Der erste Palast wurde bereits im 7. Jahrhundert angelegt.

Die Besichtigung führte uns durch kleine enge Räume die bestückt sind mit etlichen Religiösen Gegenständen, Figuren, Statuen etc.  Wir schauten uns zudem etliche Schlafräume, Konferenzräume, Gebetsräume etc an. Auch wenn es alles sehr schnell ging konnten wir ein wenig Magie aufsaugen. Glücklicherweise hat der Potala Palast als einer der wenigen Kulturstätten die Kulturrevolution überstanden. Eine Schande was damals passiert ist.

In Gedanken an den Potala Palast ging es weiter zum Sera Kloster.  Das Sera Kloster ist eines der großen 3 Klöster der Gelugpa Sekte des tibetischen Buddhismus. Erbaut wurde das Kloster im 17. Jahrhundert und diente den religiösen Führern als Rückzugsort. Eine tolle Anlage !

Ein wirklich erstklassiger Tag in Lhasa mit natürlich dem Potala Palast als das TOP Ereignis. Mit der Reisegruppe haben wir ins schwarze getroffen. Ein paar nette Kontakt haben wir bereits knüpfen können. Wir würden heute Nacht gern vom Potala Palast träumen……

Zugfahrt von Xining nach Lhasa ( Tibet )

Zugfahrt von Xining nach Lhasa ( Tibet )

Los ging es pünktlich um 20:15 Uhr und wir sollten für die ca. 2000 Kilometer lange Strecke so um die 22 Stunden benötigen.  Das Abteil haben wir uns mit 3-4 weiteren Personen geteilt. Eine Dame „ JoJo “  sprach super Englisch und somit konnten wir uns prächtig austauschen. Zwischendurch hatten wir mal das Gefühl, dass es sich um eine „ Spionin „ handelt, aber es war lediglich Gastfreundschaft….. Um 23:00 Uhr ging das Licht aus, das Gewusel begann dann schon wieder ab 05:00 Uhr. Eine wunderschöne Strecke – ein Deutscher Reiseführer schrieb „ langweilige Fahrt „ – wir haben aber mit unseren 3-4 Zimmergenossen die Fahrt genossen. Eine tolle Landschaft ohne Grenzen, wie wir solche bis jetzt noch nicht gesehen haben. Die Strecke rühmt sich mit einer Superlative, denn wir erreichten eine Höhe von 5075 Metern ( Fotobeweis nur bei 5016 Meter ). Während der Fahrt wurden die Wagen mit Sauerstoff versorgt, damit man sich an die Höhe gewöhnen kann. Für Notfälle gab es dann noch in jedem Abteil separate Sauerstoff Anschlüsse. Am Abend in Lhasa angekommen mussten wir noch ein paar Einreiseformalitäten erledigen und endlich waren wir am Ziel unserer Träume, in Lhasa / Tibet.  Kurze Anmerkung; es ist Ausländern lediglich erlaubt organisiert in Tibet einzureisen. So haben wir einen Gruppentour gebucht. Am Ausgang wurden wir dann von einem Reiseleiter empfangen und zum Hotel gebracht.  Den Rest des Abends haben wir am Potalla Palast verbracht.  Helene Fischer würde jetzt singen „ Atemlos am Potalla Palast „ Zum Glück war Helene nicht anwesend und so konnten wir den Palast auf uns wirken lassen. Ein wirklich toller sowie irgendwie magischer Ort. Man hat so viel über den Dalai Lama, Tibet, Lhasa und den Potalla Palast gesehen und gehört und nun stehen wir davor und glotzen. Einfach geil dieser Moment. Es scheint als würden wir die Höhe gut abkönnen. Immerhin liegt Lhasa auf knapp 3700 Metern. Also auf ins Land der Träume. Mit Glück kommt auch der Potalla Palast darin vor.

Unsere Zeit in Xining

Unsere Zeit in Xining

In Xining haben wir ein wenig die Stadt erkundet schön gegessen, ausgeruht, nochmals gegessen und dann für die 22 stündige Fahrt nach Lhasa eingekauft. Diesmal haben wir es den Chinesen gleich getan und mehrere Tüten Fressalien sowie Getränke gekauft. Wer hat schon Lust auf Kuhmagen in Chili in Vakuumfolie verpackt. Man sind wir schon aufgeregt….

Reisetag von Xian nach Xining

Reisetag von Xian nach Xining

Das war mal ne kurze Nacht. Erst hatten wir ans “ Durchmachen “ gedacht, aber einer der beiden Autoren ist eben nicht mehr der Jüngste. So ging es gegen Mitternacht ins Bett. Als der Wecker um 03:15 Uhr klingelte waren wir entsprechend verwirrt und orientierungslos. Die letzten Sachen gepackt, Zähne putzen und Wohnungscheck. Per Taxi ging es dann zum Bahnhof ( die Öffentlichen schliefen noch ) . Der Zug hat Xian pünktlich verlassen und wir kamen fast ebenso pünktlich – nach einer 12 stündigen Zugfahrt – in Xining an.  Eine super entspannte Fahrt, naja kein Wunder denn wir haben für die Fahrt ein “ soft sleeper “ gebucht. Eine unfreiwillig super Entscheidung, denn die “ hard sleeper “ waren bereits alle ausgebucht.

Ein Zimmer hatten wir so gegen 19:30 Uhr gefunden. Weitere Aktionen sollten an diesem Tag nicht mehr folgen. Wetter toll in Xining und die Stadt scheint entspannt zu sein. Das “ China Westvolk “ –> Nähe zu Tibet liegt und eh super. Schöne runde Gesichter mit tollen roten Wangen 😉

Wir werden in Xining 2 Nächte verweilen. Hier ist zwar nicht groß was los, möchten aber die Zeit nutzen um unsere Körper an die Höhe zu gewöhnen. Xining liegt auf knapp 2300 Metern und ist dadurch prädestiniert. Wir gehen nicht davon aus, dass wir Probleme mit der Höhe bekommen – Shangri-La liegt ja schon auf 3300 Metern – aber wir wollen ja Tibet in vollen Zügen geniessen. Auf die Höhenkrankheit können wir gern verzichten. Also sind wir auch gern mal vernünftig.

Ahoi aus Xining !

Die Bewacher des Qin Shihuangdis Mausoleums…

Die Bewacher des Qin Shihuangdis Mausoleums…

…oder besser bekannt als die Terrakotta Armee. Schon wieder so heiss aber die Terrakotta Armee ist eben ein MUSS für jeden China Besucher. Also machten wir uns per Stadtbus auf den Weg in das ca, 80 Kilometer entfernte Mausoleum. Hier ein paar Informationen für alle Interessierten:

Die Terrakotta Armee wurde im Jahre 1974 bei der Erstellung einer Bewässerungsanlage entdeckt. Nach und nach wurde dann in den Folgejahren ein “ Wunder “ ausgegraben. Die Armee bewacht symbolisch das Grab des ersten Kaisers von China ( Emperator Qin Shi Huang ). Die Armee war mit echten Waffen ausgerüstet um das Grad zu verteidigen. Die Terrakottaarmee von Xian wurde, als Teil der Grabanlage, zwischen den Jahren 246 bis 208 vor unserer Zeitrechnung erstellt. An der Grabstätte des ersten Kaisers von China waren bis zu 700.000 Arbeiter gleichzeitig tätig.

Eine atemberaubende Anlage ! Wir gehen mal davon aus, dass die Arbeiter noch viele viele Jahre Spaß beim “ buddeln “ haben werden. Zumal zukünftig noch vorsichtiger agiert werden soll um auch die Farbenpracht der Soldaten etc zu erhalten. Nur was für sehr geduldige Menschen. Wir haben in der Anlage dann den halben Tag verbracht. Hier war ordentlich Gedränge, denn jeder wollte das eine Photo schiessen. Wir haben wir immer mitgedrängelt und einen tollen Tag am Mausoleum verbracht. Eine toller Anlage und nochmals, ein MUSS für alle China Besucher.

Am Abend sind wir in das innerhalb der Befestigungsanlage befindliche muslimische Viertel gegangen. Hier war ordentlich was los und wir haben den Abend bei tollem Essen genossen. Zurück im Apartment ging es dann mal wieder ans packen. Wir nähern uns Tibet……

 

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