Übrigens, die “ Zusammenarbeit “ mit Christina funktioniert Weltklasse ! Wie komme ich jetzt darauf, na klar Hue heisst übersetzt Harmonie ! Das heutige Kulturprogramm sah die Besichtigung der Zitadelle sowie der Verbotenen Stadt / Kaiserpalast vor. Die Zitadelle nebst Kaiserpalast steht unter dem Schutz der UNESCO und gilt als Weltkulturerbe. Kurz zur Geschichte….. Die letzte Kaiserdynastie der Nguyen hat Hue zur vietnamesischen Kaiserstadt gemacht ( Das war von 1803 bis 1945 ). Die Zitadelle war ein Staat in der Stadt und wurde als Schutz gegen Feinde sowie Eindringlinge gebaut. Leider wurde viel in den Kriegen zerstört. Die Zitadelle sowie die verbotene Stadt werden langsam wieder aufgebaut. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich hatte das ja schon mal 1999 mit Jackson versucht, leider hatten drei Versuche nicht gereicht. Ich kann mich nicht genau erinnern, aber entweder waren wir zu doof, zu faul oder hatten mal wieder dem Alkohol zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. In unseren Fall, hat es gleich beim ersten Mal funktioniert. @ Jackson, lehn Dich zurück und schaue Dir die schönen Bilder an. Vielleicht erkennst Du ja etwas wieder. Mehr ging an diesem Tag aufgrund der Hitze nicht….
Bei wirklich “ brudaler “ Hitze sind wir am frühen Nachmittag in Hue angekommen. Nach einem kleinen Marsch haben wir dann erstmal eine Trinkpause eingelegt. Der Ladenbesitzer hat eine Weile in Dresden gearbeitet. Wir haben ein wenig geschnackt bis er uns zum Essen “ Hund “ angeboten hat. Es stellte sich aber schnell heraus, dass “ Huhn “ gemeint war. Da hatten wir aber schon die erste Gänsehaut hinter uns. Die Suche nach einer geeigneten Bleibe gestaltete sich aufgrund des Maifestes etwas schwieriger. Natürlich wollten wir auch im Budget bleiben ( 10 EURO per Doppelzimmer und Tag = 250.000 VND ). Letztendlich haben wir dann auch was nettes gefunden. In der näheren Umgebung gab es auch alles was wir zum täglichen Überleben benötigen ( 5 Liter Kanister mit Trinkwasser, Frucht-Shake-Stand sowie ein einfaches Restaurant in dem wir ein Reisgereicht oder unsere Nudelsuppe bekommen können ). Hue bietet dann noch als i-Tüpfelchen einen Fluss an dem man super sich entspannen kann ( Leider in unserem Fall nicht möglich, da es einfach zu heiß draussen war ). Erster Eindruck tolle grüne Stadt. Hier kann man es aushalten.
Nur eine Busfahrt von ca. 1 Stunde und wir waren in Da Nang. Die Unterkunft sowie die Stadt selbst waren nicht so unser Ding…. Naja die Sehenswürdigkeiten waren einen Besuch wert. Dazu noch folgendes und nur unser Eindruck. Eine eventuelle Sehenswürdigkeit wird in Vietnam gern auch mal als etwas ganz grosses angepriesen. Da sind dann auch gern mal ein paar “ Nieten “ dabei ( Das sehen die asiatischen Besucher bestimmt anders als wir ). Naja ist ja auch egal, wir haben ja Zeit genug. Apropos Zeit, wir hatten für Vietnam 4-5 Wochen eingeplant. Nun werden es dann wohl 8 oder gar 9 Wochen.
Was haben wir in Da Nang gemacht ? Wir waren im Cham Museum, Besuch der größten Quan Am Statue in Vietnam ( an der Linh Ung Pagode ) sowie den Marble Mountains ( 5 Karstberge benannt nach den 5 Elementen ). Auch hier in Da Nang herrschten Monster Temperaturen, aber alles was zu sehen war, haben wir entspannt und tempoarm besucht ( das hätte man auch an einem 3/4 Tag sich ansehen können ). Aber wie schon gesagt, wir machen das alles entspannt und möchten ja immer gern Land und Leute kennenlernen bzw. geniessen.
In Da Nang war die Hölle los, den die ganze Stadt feierte den 30.04 ( Tag der Wiedervereinigung ) sowie den 1 Mai. Wie in vielen anderen Ländern auch, sofern ein Feiertag auf’s Wochenende fällt, wird dieser – oder wie in diesem Fall zwei – einfach drangehängt. Das ist doch mal ne schöne Sache.
Jetzt zum Highlight von Da Nang. In die Drachenbrücke kommt am Wochenende – immer um 21:00 Uhr – richtig Bewegung rein. Der Drache spuckt Feuer und Wasser. Da ist dann gern mal die ganze Stadt Vorort und schaut sich das Spektakel an.
Der 3. Tag in Hoi an hat uns super gut gefallen. Da haben wir aufgrund der Hitze nämlich nichts ausser Ausschlafen, Essen und viel viel Wasser trinken nichts gemacht. Am 4. Tag haben wir uns die Fahrräder geschnappt und unter größter Anstrengung und Hitze die Gegend ein wenig erkundet.
Mit dem Erwerb des UNESCO Tickets kann man sich in Hoi An 5 Sehenswürdigkeiten anschauen. Wir haben uns das Hoi An Museum angeschaut, eine chinesische “ assembly hall “ der Provinz Fujian / China ( größte ethnische Minderheit in Hoi An – erbaut 1690 ), ein 200 Jahre altes Haus, eine Pagode, sowie die “ Tran Family Chapel “ Da wir wieder einmal mit großer Hitze zu kämpfen hatten, sollte es für diesen Tag genug sein. Natürlich erwähnen wir gern, dass noch einige Absacker – auf unserer super tollen Terrasse – folgten.
Ach ja, unsere Mahlzeiten haben wir meistens in einer Markthalle an einen einfachen Stand zu uns genommen. Wir gehörten nach mehreren Besuchen quasi schon zur Familie ( oder weil wir zu viel bezahlt haben……. ;-)) Man weiß es nicht, ist aber auch egal, denn das war super geil dort.