Am ersten kompletten Tag nur Dauerregen. Das macht nichts, da entspannen wir uns mal. Für den heutigen Tag haben wir uns für zwei Tauchgänge angemeldet. Die Christl wird das angebliche Paradies – alle Reisenden, die wir bisher getroffen haben schwärmten nur so von den Bunaken ( das kann ja nur in die Hose gehen 😉 – beschnorcheln und ich habe mich für einen DoppelMutziTauchgang angemeldet. Auf zum Frühstück ( Pancake in Rohform, dazu Papaya, Bananen und eine Schokocreme ) um 07:30 Uhr. Anprobe des BCD’s sowie des Shorti’s direkt am Nebentisch. Anais und Quentin – die wohnen jetzt gegenüber – sind mit von der Partie. Bei schönem Wetter ging es um 08:30 Uhr los zum ersten Tauchspot ( Fukui ) Das fing schon mal gut an, denn ich konnte kaum abtauchen. Die Unterwasserkommunikation hat super funktioniert und schon hatte ich ein zusätzliches KG in der Tasche. Die schmale Kost der letzten Wochen ( Reis, Reis, Gemüse, Gemüse, Gemüse…. ) hat sich noch positiver auf meine ohnehin schon kernige Figur ausgewirkt. Immer noch etwas zu leicht, das wird dann beim nächsten Tauchgang korrigiert, ging es in die Tiefen der Bunaken. Anais und Quentin hatten einen eigenen Guide, ich hatte Anto für mich ganz allein ( oder er mich ). Die Reisenden sollten Recht behalten, schon die ersten Meter zeigten, das ist hier ein Paradies. Nach einer kurzen Pause – alle konnten kaum Luft bekommen vor Begeisterung – ging es dann auf zum zweiten ( Spot: Mika Kampung ) Einsatz im Wasser. An der Riffkante nur 200 Meter vom Strand entfernt ging es wieder in warme Nass. Könnt es noch besser werden als beim ersten Gang ins Wasser, ja ! Unmengen von Schildkröten, Tolle Korallen, mega viele Fische, ein paar Haie und noch mehr Schildkröten. Die Schnorchelfraktion sowie die Taucher waren begeistert. Nach einem tollen Mittagessen – das Essen ist hier mega geil – ging es dann nochmals auf Schnorchelexpedition. Uns begegneten wieder ein paar Schildkröten und einiges ein tollem Fischmaterial. An der Riffkante zu schnorcheln ist schon mega geil. Ich höre jetzt auf zu sülzen und empfehle sich die tollen Bilder anzuschauen.
Bestes Wetter am Abreisetag. Wir hätten gern noch einen Tag drangehängt, aber für eine Übernachtung umziehen, nee ist uns zu stressig. Auf dem Markt kauften wir noch ein paar Zimtkuchen, die wir zum Frühstück vertilgten. Per “ In-Drive “ – unser Meijer hatte uns das Fahrzeug mit seiner App bestellt – ging es nun zunächst nach Manado ( IDR 102.000 für 2 Personen ). Unser Endziel heute, die Bunaken. Was machen wir dort ? Tauchen, Schnorcheln, das Leben genießen ( können wir nur empfehlen ), Lesen und nochmal das Leben genießen. Um 10:00 Uhr ging es los, wir erreichten Manado ca. 1,5 Stunden später. Wir haben uns auf den Bunaken für das “ Blue Shark Divers “ entschieden ( IDR 380.000 pro Übernachtung für 2!!! Personen inkl. 3 Mahlzeiten ). Das haben uns Leo und Sophie empfohlen. Apropos….. nach der Ankunft in Manado – wir hatten noch massig Zeit zur Abfahrt ( Fähre angeblich 14:00 Uhr ) – machten wir uns noch auf zur Suche nach Nahrung. Und wer läuft uns da übern Weg?, Leo und Sophie. Zusammen genossen wir ein tolles Mittagessen und schnackten über die vergangenen Tage und unsere Erlebnisse. Und ich sach noch…. “ mal schauen wenn wir in Manado so treffen “ Dem Pier angeschlossen ist ein großer Markt, es stinkt hier nach verbranntem Fleisch und Fisch. Eine Kombination, die einem das Frühstück wieder hochkommen lässt. Auch hier hat man gern mal Hund auf dem Teller, leider mussten wir hier durch. Am Pier wurden wir bereits erwartet, Dion von Blue Shark hatte uns angekündigt. Mit nur einer knappen Stunde Verspätung ging es dann los in Richtung Bunaken. Der Kapitän war schon an Land sehr fröhlich und prostete uns auf der Fahrt immer mal wieder zu. Angetrunken fährt es sich hier wohl auch besser ;-);-). An Bord begegneten wir dann auch wieder ein paar bekannten Gesichtern. Die Bunaken erreichten wir dann gegen 16:00 Uhr. Dion wartete bereits auf uns und zusammen gingen wir zur 2 Gehminuten entfernten Unterkunft. Eine schöne Unterkunft mit nur 2 Zimmer inkl. angeschlossener Tauchbasis. Alles sehr familiär hier und es gefällt uns auf Anhieb. Alles da; Sitzsäcke, Hängematte, Klimaanlage ( hier ist es mal wieder sehr warm und auch schwül ), schöne Terrasse. Unser Nachbar – ein Franzose – ebenfalls sehr nett. Beim Abendessen verkündeten wir Dion, dass wir zunächst 7 Nächte bleiben werden. Hallo Bunaken
Tomohon macht einen sehr netten und aufgeräumten Eindruck auf uns. Wir holten uns erstmal eine richtig fette Mütze Schlaf. Schönes Wetter hier, aber wir machen heute einen entspannen Tag. Es gibt noch einiges an Berichten zu schreiben. Zunächst einmal wollten wir uns aber mit Obst eindecken. Auf den Togian Inseln ist unser Obstkonsum leider zu kurz gekommen ( aufgrund von gibt fast nix ). Der Markt ist nur eine Minute Fussweg vom Hotel entfernt, aber dieser Markt hat es echt in sich……. Wir haben schon von diversen Reisenden von dem “ extrem market “ in Tomohon gehört. Man kann es sich schon fast denken – Markt und Extrem – und ja genau richtig Kleintiere aller Art werden hier zum Essen angeboten. Hund, Katze, Schwein, Fledermaus, Flughund, Schlange und weitere Tiere werden in dieser Gegend gern verzehrt. Die Christl hat einen weiten Bogen um die “ Fleischhalle “ gemacht, den Geruch von verbrannten Fleisch konnte man im ganzen Ort “ genießen „. Das ist hier nichts für Tierliebhaber denn auch lebende Tiere werden gleich Vorort mit entsprechenden Werkzeugen getötet und verarbeitet ( Ich habe trotzdem einen kleinen Blick auf diesen Horror geworfen ). Nichts für schwache Nerven, es gab aber auch tolle Ecken an denen man z.B. köstliches Gebäck aus Zimt und Palmenzucker kaufen konnte. So eine Art Franzbrötchen-Ersatz auf Sulawesisch. Für den nächsten Tag stand der Hausvulkan auf dem Zettel. “ Leider “ nur Mistwetter aber dafür hatten wir dann wieder Zeit Berichte zu schreiben. Leider können wir nur 3 Nächte im Leo’s bleiben, denn danach hat eine mega Gruppe das ganze Hotel besetzt ( irgendetwas Offizielles ). Also müssen wir den Vulkan ein anderes Mal machen. Tschüss Tomohon, man sieht sich.
Nun hieß es Abschied nehmen vom Paradies. Die gesamte Crew verabschiedete sich von uns am Strand. Das war eine tolle Zeit, wir würden gern wieder kommen ! Mit an Bord sind Lisa und Pascal. Zunächst ging es per “ feeder “ vom Sandy Bay nach Wakai ( IDR 600.000 für das Boot, also IDR 150.000 pro Person ). Wir erreichten Wakai am frühen Nachmittag. Mit einem Tuk mussten wir noch das “ Terminal “ wechseln ( IDR 10.000 pro Person ). Jetzt haben wir mal wieder Internet, gleich ging es daran Berichte zu schreiben. Dieses Vorhaben scheiterte aber daran, dass uns alte Bekannte über den Weg liefen ( Petra und Vincent aus Österreich ( ex PokiPoki und Malenge ) sowie Anais und Quentin aus Frankreich ( Fähre nach Malenge ). Wir tauschten die letzten Erlebnisse aus. Die Fähre kam pünktlich um 16:00 Uhr, wir deckten uns noch mit Proviant ein, denn die Fahrt nach Gorontalo ( Ticket IDR 63.000 pro Person ) dauert so ca. 14 Stunden. Also auf an Bord und erstmal eine Schlafgelegenheit suchen. Zusammen mit Anais und Quentin entschieden wir uns für eine Matratze im luftigen Zwischendeck. Die Fähre war nur mittelprächtig belegt und deshalb konnten wir uns schön ausbreiten und einiges an Schlaf mitnehmen. Um kurz vor 07:00 Uhr des nächsten Tages erreichten wir Gorontalo. Hier wurden wir schon von diversen “ Schleppern “ erwartet. Auf Gorontalo haben wir keine Lust und somit ging es direkt weiter nach Tomohon ( Pro Person IDR 300.000 ). Mit im Gepäck – da identische Route – Anais und Quentin. Als Unterkunft hatten wir das Leo’s Hotel – Tipp von Vincent – bereits angemorst und zwei Zimmer reserviert. Nach weiteren 11 Stunden Autofahrt ( 400KM ) erreichten wir am späten Nachmittag Tomohon. Einfaches und nettes Hotel mit mal wieder sehr freundlichen Personal. Kurz noch zu viert zum Abendessen und dann ab ins Bett. So einen Monster Reisetag hatten wir schon lange nicht mehr. Hallo Tomohon.
Wir könnten es kurz machen mit dem Sandy Bay Resort auf Malenge – EIN PARADIES – machen wir aber nicht. Die Lage, das Wasser, die Natur ist ein Traum. Anfangs haben wir die PokiPoki Herzlichkeit ein wenig vermisst, doch wenn man auf die Menschen zugeht – im Vergleich zum PokiPoki spricht hier nur Aspan Englisch – kann man sich hier so richtig wohlfühlen. Was der Uya im PokiPoki war, ist hier unser Aspan ( naja, fast zumindest ;-)) Was haben wir hier so getrieben ? Schnorchelausflug zum Riff Nummer 5, Dschungelwanderung ins Dorf Malenge, Sonnenuntergang genießen an der Haifischbucht, kleine abendliche Entdeckungstour zu den Kokoskrabben, frisch geerntete Kokosnüsse verzehrt, Schnorcheln am Hausriff und vieles mehr. Unsere elektronischen Bücher liefen auf Hochtouren und die Hängematten wurden auf’s Äußerste strapaziert. Gesichtet wurde außerdem noch eine Schlange – ca. 2-3 Meter lang, ein Waran, ein wunderschöner Adlerrochen und natürlich die Baby-Haie direkt in unserer Bucht. Und dann durften wir noch eine Schildkröte zurück in die Freiheit entlassen. Eines Vormittags fuhr Aspan mit dem Boot ins Dorf um ein paar Besorgungen zu machen, er traf auf einen Fischer, der eine Schildkröte gefangen hatte. Auch wenn das Gebiet hier ein geschützter Nationalpark ist, kommt es leider immer wieder zu illegalen Fängen und auch verbotener Dynamit-Fischerei. Die Regierung tut hier nicht viel, außer die Eintrittsgelder zu kassieren… Aspan und der SandyBay-Manager, Apin, haben die Vereinbarung getroffen, sollten Sie so einen Fall beobachten, wird das Tier freigekauft unter Drohung einer Anzeige bei der Polizei und die Kosten teilen sich die beiden. Für die Schildkröte hätte der Fischer auf dem Markt einen Preis von bis zu 1,5 Mio Rupiah erzielen können – eine Menge Geld hier. Aber da Aspan mit der Polizei drohte, hat er das wunderschöne Tier für 200.000 Rupiah freikaufen können. Er brachte sie mit zum Sandy Bay, wo wir das Prachtexemplar gemeinsam frei ließen. Sie war anfangs noch sehr verängstigt und blieb regungslos in unserer Mitte liegen, doch dann machte sie sich auf in die wiedererlangte Freiheit. Wir hoffen, es gibt noch mehr Menschen, die dem guten Beispiel von Aspan und Apin folgen. Für uns war es ein bewegender Moment. Auch hier blieben wir länger als geplant, aber da uns das Bargeld ausgeht und es hier keinen Geldautomaten gibt, müssen wir die Togeans nach nun gut drei Wochen verlassen. Eine Rückkehr ist keinesfalls ausgeschlossen 🙂 Was für ein schönes Fleckchen Erde!