Heute auf dem Programm, die historische Stadt Gyeongju. Da sich unser nächstes Ziel lediglich ca. 70 Kilometer von Daegu – in Richtung Küste – befindet , konnten wir es so richtig langsam angehen lassen. Der letzte Abend steckte noch etwas in unseren Knochen. Sachen packen, Zimmer aufräumen, unser letztes Müsli ! verhaften, ein bisschen Quatschen und auf zur Metro. Wir verabschiedeten und herzlich voneinander, Sun brachte uns noch zur Metro Station. Von dort ging es dann zum Busterminal. Tickets schnell gekauft und ab in den Bus. Wir erreichten Gyeongju gegen 12:30 Uhr. Im Bus trafen wir dann noch Sergio, siehe Extrabericht. Am Terminal angekommen machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Wie immer war man uns hier sehr behilflich und letztendlich sind wir im G-House-Mini-Hotel & Guesthouse untergekommen. Sehr schöne Zimmer, relativ preiswert inkl. einem tollen Aufenthaltsraum – den die Asiaten kaum nutzen – Kühlschrank etc, alles was wir so brauchen oder auch nicht. Nachdem wir uns hier eingerichtet hatten ging es erstmal auf eine Nudelsuppe auf den Markt. Danach erkundeten wir noch ein wenig das umliegende Gelände. Unser erster Eindruck, super übersichtlich und schön hier. Das gefällt uns mega geil. Wir haben deshalb für 5 Nächte gebucht.
Diesen Post widmen wir speziell unseren Gastgebern Sun + Ho, bei denen wir letztendlich wahnsinnig tolle 8 Tage verbringen durften. Wir haben die Tage in vollen zügen genossen und haben uns mega gefreut mal in den koreanischen „Alltag“ – zum Glück ohne Arbeit – eintauchen zu können. Eine Zeit an die wir uns immer gern zurückerinnern werden. Ein großes Dankeschön geht auch an die Muddi von Ho, die uns mit koreanischen – hausgemachten – Köstlichkeiten versorgte. Zu guter Letzt auch ein Lob an Sang, der uns immer mit originellen und schmackhaften Cocktails versorgte.
Wir haben Euch in unser Herz geschlossen ! Nochmals super super vielen Dank für die tolle Zeit und hoffentlich bis bald.
Neben den kulinarischen Dingen geht hier in Daegu – oder auch ein bisschen ausserhalb – Natur. Die Stadt selbst ist touristisch nicht sehr erschlossen, wir genießen hier in Daegu eine authentische, mittlere Großstadt. Auf drei Ausflüge ins Grüne haben wir es gebracht. Als erstes sollte es zum Sonnenuntergang auf den “ Apsan “ gehen. Per Bus ging es zunächst zum Eingang, nach ca. 1,5 Kilometern – teilweise ganz schön steil – stellten wir fest , dass wir uns auf dem Weg zum Gipfel und nicht zum Aussichtspunkt befinden. Zum Gipfel wären es noch weitere 1,6 Kilometer gewesen, der Weg aber teilweise nicht beleuchtet. Also was tun sprach Zeus….. Ach komm wenn wir schon mal hier sind wollen gern ein Blick auf die Stadt werfen und unsere müden Knochen ein wenig bewegen. Zurück zur Hauptstrasse und zwei, drei Stationen mit dem Bus. Das sieht hier schon ganz anders aus, denn hier ist ordentlich was los. Wir sind nicht die einzigen, die hier am Abend noch was leisten wollen. Wir hatten ja bereits einige 100 Meter in den Waden umso schwerer fiel uns der Aufstieg zur Aussichtsplattform. Sun haben wir Unterwegs “ entsorgt „, die Beine haben nicht mehr mitgemacht 😉 Wir haben uns dann zu zweit auf dem Weg gemacht. Oben angekommen wurden wir leider von der Aussicht enttäuscht, denn die Platform war leider geschlossen bzw. wird erneuert. Es war trotzdem eine schöne Wanderung, unsere Knochen werden es uns danken. Der nächste Ausflug ging zum Arboretum. Da waren wir schon mal kurz aber es war zu spät, denn einige Gewächshäuser hatten bereits geschlossen. Also machten wir uns zum zweiten Mal auf ins Grüne von Daegu. Wir verbrachten den Nachmittag im Arboretum, welches lediglich spärlich besucht war. Schön grün, ruhig und entspannend. Unsere Füße verwöhnten wir mit einem Ausflug auf dem Barfußpfad. Auf zum letzten Grün “ Der Palgongsan Park „. Unser erstes Ziel dort, der Gatbawi Tempel. Der Park befindet sich ein wenig ausserhalb von Daegu, Fahrtzeit dorthin ca. 2 Stunden. Am Parkplatz angekommen schauten wir uns zunächst den Seonbon Tempel an, danach ging es steil bergauf zum Gatbawi. Es wurde schon richtig warm – wir haben in Daegu immer so um die 35° Grad – aber die Holztreppen machten den Aufstieg erträglich. Auf dem Rückweg nahmen wir noch den einen oder anderen Tempel. Ein toller Ausflug in die Natur.
Als kleines Dankeschön für einfach alles haben wir Sun, Ho und einen ehemaligen Mitbewohner ( Sang ) zu einem fulminanten Steilo – Frikadellen Abendessen eingeladen. Menu ganz klassisch: Original Steilo Frikadellen, Original Steilo vegane Frikadellen, Original Steilo Kartoffelecken, Original Steilo Sasiggi und Original Steilo Krautsalat. Am Nachmittag ging’s dann erstmal um die Ecke zum einkaufen. Gemüse und Obst gibt es hier auch ganz gern mal – vorab gewogen / gezählt – aus einem Korb. Ganz praktisch zu einem Festpreis, aber auch manchmal etwas zu viel. Als nächstes ging es zur Fleischerei unseres Vertrauens. ( 1 Kilo Schwein und 500 Gramm Rind sollten ausreichen. Das Fleisch sah super aus, warum auch nicht… ). Und da war Sie wieder die koreanischer Freundlichkeit uns gegenüber ( wir können nur von uns berichten… ). Das Fleisch wurde frisch durch den Fleischwolf gedreht und als “ Service / Zugabe “ gab es dann auf lau noch eine große Schüssel Suppe sowie 3 Koteletts. Wir waren so überrascht, dass wir ohne zu bezahlen das Geschäft verlassen wollten. Auch wieder typisch, wir wurden sehr freundlich darauf hingewiesen, dass noch ein Betrag offen ist ;- ) Zurück zu Hause ging es dann auch gleich an’s vorbereiten. Die Küche voller “ deutscher “ Gerüche, kaum jemand konnte sich noch halten. Uns lief das Wasser im Mund zusammen. Bei Steilo Essen und Cocktails verbrachten wir einen tollen Abend zusammen. Sun hat dann noch zum Karaokemikrofon gegriffen. Das haben wir dann lieber doch gelassen 😉 Mal wieder geht ein super toller Tag bei Freunden zu Ende.
Sun’s Mann “ Ho “ unterrichtet Schüler in kleinen Klassen – bis zu 4 Menschen – im Fach – freies Sprechen, Lesen, Unterhaltung und Kommunikation ( ist schwierig zu beschreiben auf Koreanisch nennt man dies “ Nonsul “ ). Auf Initiative von Sun bekamen wir die Chance eine kleine Auswahl von Ho’s Schülerinnen und Schülern zu treffen. Da Ho weit mehr als 12 Schüler hat, musste vorher aussortiert werden. Die eine oder andere strebsame Mutter blieb da auf der Strecke. Man kann schon sagen, das Kindsein in Südkorea ist schwierig bis unmöglich. Der Leistungsdruck seitens der Eltern / Gesellschaft ist enorm. Die Selbstmordrate von Schülern ist dementsprechend sehr hoch. Aber der rasante Aufstieg Korea’s Wirtschaft kommt eben nicht von ungefähr. Da denken wir doch lieber an unsere Kindheit zurück. Wir konnten das Kindsein noch in vollen Zügen genießen.
Die kleine Gruppe Kiddies ist hoffentlich freiwillig hier. Nach einer kurzen Vorstellung unsererseits, ging es mit der Fragerei schon mal. Insgesamt sehr schüchtern, aber auch gern frech und aufgeweckt. Als nach 45 Minuten unsere mitgebrachten Süßigkeiten auf den Tisch kamen, war’s mit der Konzentration vorbei. Ein schöner Nachricht an dem wir etwas Korea aus Sicht der Kinder – und die Kiddies etwas aus dem fernen Deutschland erfahren – konnten. Danke an Ho und Sun, dass wir Gelegenheit dazu bekommen konnten ! Das war mal wieder was ganz anderes uns hat uns super viel Spaß gebracht.