Hauptsächlich halten wir uns in unserem Bezirk auf ( Palilua ). Hier und in den angrenzenden Stadtbezirken gibt es einiges zu sehen und zu erkunden. Was wir hier von Belgrad zu sehen bekommen gefällt uns mega gut. Ob historisch, Neu oder Schrotti, wir finden es mega. Vieles erinnert uns an die Hafenstraße oder auch die Schanze, toll ! Die 3 ganzen Tage streifen wir durch die Stadt, gönnen uns hier und da ein schöne Essen und entspannen uns bei guten Getränken.
Wir bleiben nur eine Nacht in Podgorica, denn wir sind nur aus einem Grund hier. Wir ziehen uns die geile Bahnstrecke von Podgorica nach Belgrad rein. Wir hören nur Gutes von der Bahnstrecke und lassen uns von den positiven Berichten inspirieren. Die Tickets haben wir uns bereits am Ankunftstag in Podgorica geholt ( EUR 20,00 pro Person ). Der Zug startet in Bar und endet in Belgrad. Um 09:00 Uhr machen wir uns gemütlich auf zum Bahnhof, der ja bekanntlich gleich um die Ecke liegt. Kurz noch mit Proviant beim Bäcker eingedeckt und schon geht es zum Bahnhof. Wir sind überpünktlich da, die Menge wartet gespannt auf den Zug. Auch ein paar weitere Reisende wollen sich das Abenteuer nicht entgehen lassen. Mit einer 40zig minütigen Verspätung geht es los ( das ist schon sehr pünktlich…. ;-)). Unser Sitzplätze sind bereits belegt, wir machen es uns auf der linken Seite – in Fahrtrichtung – Rückwarts gemütlich. Genau die richtige Seite um eine paar tolle Bilder zu schießen. Die 476 Kilometer lange Bahnstrecke wurde 1976 fertig gestellt und meistert Steigungen bis zu 25%, es geht durch 254 Tunnel und über 243 Brücken. Ein Wahnsinnsprojekt welches durch das Dinarische Gebirge führt.
Die Fenster sind dreckig, das Wetter leider schlecht. Trotzdem genießen wir die Aussicht und wir können bestätigen, dass diese Bahnstrecke wirklich lohnenswert ist. Genau aus diesem Grund hat die Reiseleitung auch diese kleine Änderung eingebaut ( Danke liebe Christina !! ).
Mit einer Stunde Verspätung kommen wir in Belgrad an. Der Bahnhof liegt außerhalb der Stadt und befindet sich noch im Bau. Hier ist nix los, nichtmal Taxen warten hier… Tja, dann machen wir uns mal wieder zu Fuß die 3,5 km auf zu unserer Unterkunft. Auf den Bildern sah die Unterkunft ( EUR 30,00 ) mal wieder 1A aus. Die Wohnung befindet sich in einem abbruchreifen Gebäude. Oberflächlich ist das eine schöne Wohnung aber für einen Erstbezug schon etwas schmuddelig. Egal, das Bett ist schön und die Kopfkissen laden zum sofortigen einschlummern ein.
Das Wetter ist in der Tat wirklich schlechter geworden. Das ist aber nicht so schlimm, denn wir haben uns wohl etwas zu viel Sonne eingefangen. Christina liegt mit Kopf und Bauch brach auf der Couch. Mein Versuch allein einen Ausflug zur Tara Brücke / Schlucht scheitert kläglich. Nicht ein Auto konnte ich ansatzweise stoppen. Es soll wohl nicht sein, dass wir „ getrennt „ werden. Christina hat sich auf mich gefreut und ich war auch nicht so glücklich mit meinem Alleingang. Die Welt lässt sich eben besser und viel schöner zu zweit „rocken „
Unser nächstes Reiseziel ist die Hauptstadt Podgorica. Von Zabljak gibt es täglich 3 Busverbindungen nach Podgorica. Wir entscheiden uns für die erste Variante um 08:50 Uhr. Tickets für den Bus gibt es direkt beim Fahrer ( Ticketpreis 9,00 pro Person + EUR 1,00 pro Gepäckstück ). Wir erreichen die Hauptstadt von Montenegro gegen 11:30 Uhr.Wie immer wenn „ Grossstadt „ auf dem Plan steht, buchen wir ein Zimmer vor. Über eine Buchungsplatform finden wir ein schönes Zimmer unweit des Bus & Zugbahnhofs ( EUR 30,00 ). Wir bleiben nur eine Nacht, denn Podgorica ist der Ausgangspunkt für unsere Bahnreise nach Serbien. Nachdem wir uns eingerichtet haben geht es noch ein wenig auf Stadterkundung. Wir gönnen uns ein leckeres Mittagessen und schauen uns in Podgorica ein wenig um. Das Wetter so lala und die Stadt löst nicht gerade Gänsehaut bei uns aus. Ein graues Mäuschen mit wenig Flair so finden wir. Wir kaufen noch ein wenig für den Abend bzw den anstehenden Reisetag ein und lassen den Abend in unserem schönen Apartment ausklingen. Willkommen in Podgorica !
Bevor uns die angedrohte Schlechtwetterfront erreicht, geht es heute mal wieder in die Natur. Unser heutiges Ziel ist der Schwarze See. Nur 2,5 Kilometer von unserer Unterkunft entfernt geht es durch ein schönes Waldstück. Auf unserem Weg zum See begegnen wir lediglich einer älteren Damen, ansonsten haben wir den Wald für uns. Je näher wir dem See kommen, desto mehr Geräusche bzw Lärm schlägt uns entgegen. Der See empfängt uns mit einer tollen Farbenpracht ( Die Schatten spendenden Bäume lassen den See in der Dämmerung sowie im Winter schwarz erscheinen. Deshalb der Name „Schwarzer See“ ) im Hintergrund die Gebirgskette des Durmitor Nationalparks. Es ist ein toller Anblick ! Nachdem Gewimmel im Supermarkt hätten wir gedacht, dass hier mehr los ist.Wir lassen eine laute spanische Reisegruppe passieren und machen uns daran den See zu umrunden. Übrigens, der Gletschersee ist bei „Ebbe“ zweigeteilt. Eine Runde um den – derzeit geteilten – See misst ca. 3,5 Kilometer ( Bramfelder See ca 2,9 Kilometer ). Man geht abwechselnd direkt am See oder auf dem Wanderweg oberhalb des See’s. Nur wenige weitere Wanderlustige begegnen uns und hier und da wird im See gebadet. Nach unserer schönen Seerunde suchen wir uns ein schönes Plätzchen zum Rasten, Sonnengammeln, Lesen und natürlich Schwimmen. Wir haben kein Schwimmzeug dabei, es geht mit sexy Unterwäsche ins kühle Nass. Das Wasser ist herrlich erfrischend, wir drehen ein paar Runden und lassen uns danach in der Sonne wieder trocknen. Es ist Nachmittag und es tummeln sich schon etwas mehr Menschen am See bzw. Im Restaurant am See. Die meisten Besucher kommen mit dem Auto, gut für uns denn wir haben auf dem Rückweg den ganzen Wald wieder für uns. Bei bestem Wetter setzen wir uns noch ein wenig in unseren Garten und trinken ein Gläschen Wein. Den Abend beschließen wir mit einer Nudelkocherei. Ein schöner Tag im Wander und Skigebiet von Zabljak geht zu Ende.
Es geht hier Schlag auf Schlag in Montenegro. Das Land ist klein ( 13.812 km² im Vergleich Dominikanische Republik 13.034 km² oder Schleswig Holstein mit 15.800 km² ) und man kommt mehr oder weniger schnell von Ort zu Ort. Apropos schnell, wir haben heute ganze 74 Kilometer auf der Uhr. Busabfahrt 11:50, mit etwas Verspätung kam der große Reisebus an. Wr dürfen nicht einsteigen, irgendetwas scheint mit dem Bus nicht zu stimmen. Es wird wild telefoniert und nach ein paar Minuten kommt ein kleiner Ersatzbus. Gepäck und Touristen finden mehr oder weniger Platz im viel kleineren Bus. Das muss mal gesagt werden, diese Art Verspätungen kennen wir aus Asien überhaupt nicht. Je näher wir unserer Heimat kommen, desto öfter sind Verspätungen oder Ausfälle an der Tagesordnung.
Ankunft in Žabljak gegen 15:00 Uhr. Wir haben tolles Wetter bei endlich mal etwas milderen Temperaturen um die 26° Grad ( Žabljak liegt auf 1456 Metern ). Zunächst benötigen wir mal ne Unterkunft. Diese ist bei schnell gefunden, wir beziehen ein kleines 2 Zimmer Apartment mit Garten zu EUR 30,00 pro Nacht ( Wir zahlen in bar für 4 Nächte ).
Aus Wikipedia; “ Žabljak “ ist eine Kleinstadt im Zentrum des Durmitor-Nationalparks in Montenegro. Die Stadt hat etwa 2000 Einwohner und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Exkursionen und Ausflüge ins Gebirge. Die Stadt ist die höchstgelegene des ganzen Landes “
Wir richten uns ein und gehen erstmal fett einkaufen. Wir versorgen uns hier in Montenegro ganz gern mal selbst, denn das Essen ist schon sehr sehr fleischlastig. Wir freuen uns auf ein paar schöne Tage in Žabljak bzw. im Durmitor Nationalpark.