Wir verlassen unsere Unterkunft früh, denn heute haben wir einiges auf dem Zettel. Zunächst geht es zum Wadi Bani Khalid. Die Reiseleitung hatte bereits vorgewarnt, denn gem. Recherche soll es am Wadi Bani Khalid ziemlich touristisch sein. Bereits bei der Anfahrt zum Parkplatz deutete vieles darauf hin, dass dieses Wadi wohl nichts für uns ist. Egal, wir schauen uns das selbst mal an. Infrastruktur super und für Familien, ältere Menschen ( gehöre ich auch schon dazu ? ) und Personen mit Behinderungen sehr einfach zu erreichen. Der Weg zum Wadi führt nicht über glitschige Steine oder Felsen sondern über einen Weg aus Beton sowie durch ein riesige Baustelle. Über Treppen erreicht man ohne weitere Anstrengungen das kühle Nass. Das hat unserer Meinung mit Natur nichts mehr zu tun, denn die Szenerie erinnert uns eher an einen Freizeitpart oder ein Freibad. Überall wird gebaut, es ist laut und voller Touristen. Wir würden gern ins Wasser springen, aber das ist nichts für uns. Wir machen uns auf zum WADI Nummer 2 ( Wadi Hawer ), welcher lediglich ein paar Kilometer entfernt liegt. Hier zeigt sich uns ein ganz anderes Bild, obwohl gleich um die Ecke zum vorherigen Wadi.
Wir stellen unser Auto irgendwo ab und laufen die letzten Meter zum Wadi. Auf dem Weg dorthin schnacken wir noch kurz mit einer Tschechischen Familie – der Vaddi ist über Afrika mit dem Auto in den Oman gefahren und die Familie ist zu Besuch im Oman – und dann geht es locker weiter zum Wadi. Wir verbringen ein wenig Zeit am Wasser und genießen die Ruhe am Wadi. Um weiter in den Wadi vorzudringen fehlt uns leider die Zeit. Man mag es kaum glauben, aber heute sind wir etwas unter Zeitdruck, denn wir haben am Nachmittag einen Termin. Heute geht es nämlich für zwei Tage in die Wüste. Wir beschliessen nach dem Aufenthalt in der Wüste nochmals hierher zu kommen.
Wir haben 2 Übernachtungen in der Wüste Wahiba Sands gebucht. Treffpunkt um 15:30 Uhr am Rand der Wüste, denn ohne fachkundige Begleitung trauen wir uns das nicht zu. Das ist schließlich unsere erste Wüsteneinheit. Angekommen am Treffpunkt werden wir von einem Omani und deren Helfer sehr nett begrüsst. Nicht das erste mal – direkt nach der freundlichen Begrüßung – geht es gleich ums liebe Geld. Nicht schlimm, wir fühlen uns an unsere Zeit in Südkorea erinnert. Für den besseren Grip im Sand wird Luft aus den Reifen gelassen. Das Auto fährt dann nicht sondern schwimmt auf dem Sand. Wir sind aufgeregt und los geht die Fahrt. Unsere “ guides “ fahren vor und wir hinterher. Eine italienische Gruppe kommt vom Weg ab und bleibt sofort im Sand stecken. Wir fahren lieber weiter und parken etwas weiter auf festem Untergrund. Die Italiener werden vom “ guide “ befreit und weiter geht es zum Wüstencamp “ Desert Wonder “ Wir werden sehr herzlich begrüsst und bekommen Zelt Nummer 14. Sehr geräumig, ein großes Bett, als Badezimmer dient ein zurecht gesägter Stahl OT ( “ open top ) Container ( Sternbeobachtungen beim ka…. ) Vor dem Zelt, stehen Stühle, ein Tisch, Kissen alles auf einem fliegenden Teppich, toll hier. In dem mega gemütlichen Aufenthaltsraum gibt es Tee und weitere Erfrischungen. Ramadan ist in der Wüste ausgesetzt ( zumindest für Touristen ). Wir richten uns ein, entspannen uns und freuen uns auf den ersten Spaziergang – zum Sonnenuntergang – in der Wüste. Es ist toll und sehr faszierend hier, MEGA. Am Abend ein tolles Essen und danach noch am Lagerfeuer sitzen. Das volle Touri Programm, aber es ist Weltklasse. Bilder und Video zum Aufenthalt in der Wüste, siehe extra Bericht “ Wahiba Sands “ – Gute Nacht John Boy
Am Vorabend hat uns Naseer noch eine 20 Liter Flasche Wasser geschenkt. An Wasser wird es uns also nicht mangeln. Heute steht der Besuch des Wadi Tiwi auf dem Programm. Dazu kurz folgendes von Freund KI:
Das Wadi Tiwi ist ein atemberaubendes Canyon-Tal ca. 40 km nördlich von Sur, bekannt für seine steilen Felswände, smaragdgrünen Pools und üppigen Dattelpalmenhaine, oft als „Tal der Palmen“ bezeichnet. Es ist ganzjährig wasserführend, bietet Wasserfälle sowie malerische Dörfer und ist über eine schmale Straße gut erreichbar
Angekommen am Eingang zum Wadi erwartet uns bereits ein “ guide „. Im Angebot heute – chauffeur service – zum Wadi. Trotz unseres 4×4 empfiehlt er uns nicht selbst zu fahren, da die Verkehrslage “ Steil, Eng und Gefährlich sein soll. Wir halten ein entgegenkommendes Fahrzeug an und erkundigen uns ob die Tour auch ohne “ guide “ möglich ist. Die beiden deutschen Herren lassen keinen Zweifel daran, dass es locker auch ohne Fahrservice zu schaffen ist. Das ist die Kurzform, denn der “ guide “ hat uns schon zweifeln lassen ( ist ja immer der gleiche Trick auf der ganzen Welt, gleichwohl wir gelesen hatten, dass es sehr eng zugehen kann). Wir beschliessen das Ding selbst zu rocken und werden mit einer abenteurlichen Fahrt belohnt. Die Steigungen sind absolut OK, aber die engen Gassen in den 2-3 kleinen Ortschaften haben es wirklich in sich. Wir fahren die 7 Kilometer ohne Gegenverkehr und sind froh so locker durchgekommen zu sein.
Angekommen am Parkplatz geht es dann treppabwärts zu den Pools. Nicht viel los hier aber schon sehr klein. Das Wasser super super schön und die Landschaft mal wieder atemberaubend. Wir könnten noch weiter durch den Canyon wandern und schwimmen, leider sagt die Vernunft “ lieber wieder zurück, denn wenns später voller wird bekommen wir echte Probleme in den engen Gassen. Am Ende der Tour – trotz Gegenverkehr – kommen wir heil wieder zun Eingang. Wir sagen, allein machen kein Ding und die “ Vernunft “ abschalten und einfach laufen lassen. Auch wenn’s mal brenzlig werden sollte, die Omanis sind mega hilfsbereit.
Unser nächster Halt ist Ras Al Hadd. Dort werden wir 2 Tage bleiben ( und uns von dort auch Sur anschauen ) . Unsere Unterkungt liegt ca. 200 Meter vom Meer entfernt. Auch hier wohnen wir wieder in einer Villa, die von einem Omani vermietet wird. Auch hier finden wir nicht gleich unser Zimmer, wir gehen aber einfach mal ins Haus und schauen uns um. Nach mehrmaligen Versuchen den Vermieter telefonisch zu erreichen, kommt dann ein verschlafener Kollege, steckt das Geld ein und zeigt uns das NigelNagelNeue Zimmer. Er gibt uns noch ein paar Tipps mit auf den Weg und zieht dann wieder ab. Alles ganz locker und unkompliziert, so wie wir es mögen. Am Abend besuchen wir dann den Restaurant Tipp des Vermieters und genie0en dort ein schönes und entspanntes Abendessen. Willkommen in Ras Al Hadd.
Das Wadi Al Arbeieen im Oman ist eine spektakuläre, naturbelassene Schlucht in der Nähe von Maskat, bekannt für ihre dramatischen Klippen, smaragdgrünen Wasserbecken und einen imposanten Wasserfall. Danke KI 😉
Jetzt geht es endlich auf Tour. Wir freuen uns auf nette Menschen und viei viel Natur. Unser nächstes Ziel der Wadi Al Arbeieen. Kurze Erklärung zum Wadi. Ein Wadi (aus dem Arabischen für „Tal“ oder „Schlucht“) ist ein meist trockenes Flussbett oder Tal in Wüstenregionen Nordafrikas und des Nahen Ostens, das nur temporär Wasser führt. Nach seltenen, aber heftigen Regenfällen verwandeln sie sich schnell in reißende Ströme. Manche Wadis, besonders im Oman, führen jedoch ganzjährig Wasser und bilden grüne Oasen mit Pools.
Früh aufstehen heisst es heute. Kein Problem, denn wir sind an Vorabend früh ins Bett gegangen. Für den kleinen Hunger zwischendurch gab es noch ein paar Veggie Sandwiches von unserer Lieblings-Bäckerei um die Ecke. Raus aus der Stadt und auf ins ca. 120 Kilometer entfernte Wadi Al Arbeieen. Der Oman ist eher was für den gemütlichen Autofahrer, denn es sind max- 120Kmh erlaubt. Diverse Blitzer und Hubbel sorgen dafür, dass sich alle an die maximale Begrenzung halten. Für die letzten 15 Kilometer stellen wir auf “ offroad “ Modus um, denn die Strassenverhältnisse ändern sich nun auf Schotterpiste. Die Strecke zum Wadi, mega geil und unser erstes kleines “ offroad “ Abenteuer. Angekommen am Parkplatz geht es weiter in Richtung Wadi. Nach einer kurzen Strecke kam dann der erste “ guide „, der uns seine Dienste anbot. Nach zähen Verhandlungen – wir teilten uns den “ guide “ mit einer sehr netten Schweizer Familie – ging es los in Richtung Wadi ( ca. 45 Minuten ). Das war schon ganz OK sich einen “ guide “ zu nehmen, den Weg kann man aber auch locker alleine finden. Entlang eines Bewässerungssystems, über Stock und Stein erreichten wir dann den finalen Pool. Dann hieß es nur noch rein ins kühle Nass, einfach herrlich hier. Schön ruhig und um uns herum nur wenige weitere Touristen. Ganz am Ende des Pools, floss lauwarmes / aufgewärmtes Bergwasser in den Pool. Was natürlich nicht fehlen durfte war ein Sprung ins Wasser von einem ca. 3-4 Meter hohen Felsen. Tolles Erlebnis an unserem ersten Wadi mit 4×4 Einsatz. Wir freuen uns schon auf viele weitere “ Abenteuer “ hier im Oman.
Unser nächstes Ziel ist der Ort Tiwi. Dort haben wir von unterwegs ein Zimmer gebucht. Bei der Ankunft in Tiwi mussten wir unsere Unterkunft erstmal suchen, denn niemand war zu sehen. Wir haben den Vermieter “ Naseer “ angerufen und der sagte “ Ihr habt Raum Nummer 1, das Haus ist offen Ihr könnt schon mal einziehen „. Nach ein paar Minuten kam dann unser Omani / Naseer. Sein Bruder studiert derzeit in Kanada und während dessen Abwesenheit vermietet Naseer 3 Zimmer im Untergeschoss der Villa. Wir dürfen vom Garten bis zur Küche alles nutzen. Wir haben noch eine Weile mit Naseer zusammengehockt und ein paar Geschichten ausgetauscht. Sehr sehr freundlich der Kollege und eine tolle Unterkunft. Am Abend ging es dann noch in eines der 3-4 Dorfrestaurants zum Abendessen. Willkommen in Tiwi
Maskat, die Hauptstadt des Sultanats Oman, ist eine moderne Hafenmetropole am Arabischen Meer, eingebettet in eine schroffe Berglandschaft. Bekannt für ihren orientalischen Charme und sauberes Stadtbild, verbindet die Stadt Tradition mit Moderne. Die Stadt ist langgestreckt und wird vom Hadschar-Gebirge vom Hinterland getrennt. Das alles habe ich mir nicht selbst ausgedacht, aber in Zeiten von KI immer gern als Basis für unseren Beitrag genommen.
Öffentliche Verkehrsmittel sind rar und Wege für Fussgänger noch seltener. Mit einem Mietfahrzeug – in unserem Fall, eine chinesische Bergziege aus dem Stall “ Chery / Modell Tiggo “ – ist man schnell und flexibel unterwegs. Unser sehr netter Vermieter Hamet hat und noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben ( unter anderem eine leckere Bäckerei sowie ein Restaurant welches Fleischspezialitäten anbietet, die 2 Tage in einem Erdloch auf Kohlen gegaart werden ). Beide Etablissements haben wir gestest und für sehr gut befunden ( Hallo Hans, eine 1+ mit Doppel-Sternchen ). Durch den Besuch der Sehenswürdigkeiten wie die Sultan Qabus Moschee, der Mutrah Souq, das Mutrah Fort und einige weitere schöne Ecken , konnten wir einen ersten Einblick in die Arabische Welt des Omans bekommen.
Einen tollen ersten Eindruck vom Oman, deren liebe Menschen ( 50% Omanis und 50% weitere Nationalitäten ) konnten wir gewinnen, dennoch freuen wir uns raus in die Natur zu kommen. Schöne Städte hin oder her, wir fühlen uns mehr und mehr der Natur verbunden. Danke Maskat für die ersten tollen Momente, jetzt gehts den Rest des Landes zu entdecken.
Wir verlassen die Insel mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Einerseits könnten wir hier noch Monate verbringen und anderseits freuen wir uns auf unseren Urlaub sowie auf eine neue Reiseerfahrung in arabischen Gefilden. Bei dem Reisebüro unseres Vertrauens hatten wir bereits in privaten Minibus bestellt. Das ganz großer Besteck wurde von der Lanta Gang zur Verabschiedung aufgefahren. Wir sagen Danke und freuen uns auf die nächste Saison mit Euch. Mit dem Minibus ging es zum Flughafen von Krabi, dann weiter per Flieger nach Bangkok. Angekommen in Bangkok dann weiter per Bus “ Shuttle “ zu unserem Hotel am Suvarnabhumi Flughafen und dort eine Nacht verbracht. Am nächsten Morgen ging es per Hotel Shuttle zum Terminal. Alles ganz easy, ohne Verspätung ging es per OmanAir von Bangkok nach Maskat. In Maskat angekommen mussten wir erstmal ein paar alltägliche Dinge erledigen ( Geld abheben, Oman SIM Karte kaufen und das Mietauto abholen ). Andere Länder andere Sitten, wir haben alles entspannt erledigt.
Nach der Übernahme des Mietwagens, ging es dann zu unserer Airbnb Unterkunft in der Nähe vom “ Athaiba Beach „. Kurz einschecken und dann erstmal ab ins Getümmel von Maskat. Unsere erstes Ziel, der Mutrah Souk von Maskast. In den Tourizentren ist das Parken Gebührenpflichtig, wir erhielten eine Kurzeinweisung von zwei netten Omanis, die auch unsere Parkgebühren bezahlten ( mittlerweile haben wir “ natürlich “ unser Konto beim Telefonanbieter aufgeladen ). Mega nett die beiden, die viel und oft beschriebene Gastfreundlichkeit durften wir sofort “ ausprobieren „. Mittlerweile ist das Parken über unser eigenes Guthaben problemslos möglich. Unser Vermieter Hatem ist ebenfalls mega nett und hat uns mit ein paar Tipps ausgestattet. Die Unterkunft hat auch schon mal bessere Tage gesehen, dennoch fühlen sehr wohl hier. Wir freuen uns auf ein paar tolle Wochen Urlaub hier im Oman.
Unser Minibus FahrerLos geht’sUnser Bon / Ball wie auch immer. Der Mann für alle Fälle war mal wieder immer für uns da.Ein Teil der Lanta Gang