Nachdem wir erfolgreich unsere viel zu teure Unterkunft gewechselt hatten, konnten wir uns besser auf die Erkundung der Stadt konzentrieren. Unsere ersten beiden Nächte verbrachten wir im Bankenviertel, nicht so unsere Ding weil nicht viel los. Der Wechsel brachte also nicht nur geldtechnisch eine schöne Abwechslung. Wie auch andere Großstädte ist natürlich auch Panama viel zu teuer für unseren schmalen Geldbeutel. Der Umzug in die Altstadt – obwohl schon viel günstiger, noch immer teuer ( USD 35,00 für das Doppelzimmer inkl. eigenem Bad ) verbesserte unsere finanzielle Lage in wenig 😉 Schon machten wir uns auf den Weg zum Pflichtprogramm Panama Kanal ( wie berichteten in einem separaten Beitrag ). Die restliche Zeit verbrachten wir mit vielen anderen Reisenden u.a. mit Abhängen im Hostel ( inklusive Kochen, Trinken und Schnacken ). Natürlich erkundeten wir auch weiterhin fleißig die Altstadt. Aber letztendlich warteten wir sehnsüchtig auf den 12.05.2017 um endlich unsere Traumreise über die San Blas Inseln nach Cartagena starten zu können. Wir auch für uns ist Panama nur ein HUB um nach Costa Rica oder Kolumbien zu gelangen.
Ausdrücklich möchten wir darauf hinweisen – auch wenn wir nicht viel auf die Kette bekommen haben – das sich ein Besuch in Panama durchaus lohnt. Anderen Reisenden wünschen wir ein bisschen mehr Elan….. 😉
Panama als Sprungbrett nach Kolumbien gedacht, gefällt uns ganz gut. Heute erfüllten wir gern das Panama Pflicht Programm, den Panama Kanal. Endlich mal wieder Schiffe auch wenn nur die“ kleinen “ Pötte durch die Miraflores Locks passen ( maximal 32,3 Breite und 294,3 Länge ). Für die größeren Schiffe geht es dann durch die 2016 neu eröffneten Schleusen. Aber für Besucher ist es nicht so einfach dort hin zu kommen. Nach einem Frühstück am Busbahnhof ging es dann per Stadtbus in das ca. 20 Minuten entfernte Besucherzentrum….. Na ja, zumindest beim zweiten Versuch… Man schickte uns von unten nach oben, wieder nach unten, nach hinten, nach vorne und irgendwann sagte man uns, das sei der richtige Bus…. Die Richtung war gut, aber die richtige Haltestelle steuerte er nicht an. Also zurück zum Terminal und nochmal das gleiche Spiel. Irgendwann haben wir es dann geschafft. Ganz nett gemacht inkl. Restaurants, Museum und Film Vorstellung. Nach der Ankunft stürmten wir gleich zu den Aussichtsplattformen, aber nix da denn das nächste Schiff wurde erst für 13:00 Uhr erwartet. Mit dem Fernglas konnten wir das Schiff schon an der Pedro Miguel Schleuse sehen. Die Zeit bis zum Eintreffen des Schiffes haben wir uns im Museum vertrieben. Endlich war es so weit und das erste Schiff wurde ran geschleppt und dann ging es pausenlos weiter. Um 17:00 Uhr mussten wir leider gehen, man hat uns quasi rausgefegt. Wir haben mal wieder ein kleines Video für euch gemacht https://youtu.be/F_nlpUmqiVM Viel Spaß! Ach ja, die Kameramann muss noch ein bisschen üben…;-)
TOP. In Gedanken an meinen Peter gab es heute mal ne Portion Heimat zum Abendessen. Bratfisch mit Kartoffelsalat. Da wäre selbst Peter B. aus K. schwach geworden. Grüße an alle aus Panama City !
Am Donnerstag, den 04.50.2017 haben wir bei schönstem Wetter unser Paradies verlassen. Zunächst ging es per Fähre von Big Corn nach Bluefields. Mit Wind und Wellen im Rücken dauerte die Fahrt nur 5,5 Stunden. Schnell den Anleger wechseln, von wo die Panga nach El Rama fährt. Wir hatten Glück und konnten gerade noch die letzten Plätze 19+20 sichern, dann war das Boot voll. El Rama erreichten wir dann zwei Stunden später. Angekommen in dem kleinen Ort, kauften wir uns sofort Tickets für die Busfahrt am nächsten Morgen mit um 04:00 Uhr, damit waren die Sitzplätze gesichert, denn wir hatten wirklich kein Bock die 7 Stunden zu stehen. Danach ging es ab ins Hotel, da man uns ja schon kannte ging das Einchecken ganz schnell und wir gönnten uns an alter Wirkungsstätte eine leckere Ceviche. Für ein paar Stunden ging es dann noch ins Bett, denn der Wecker klingelte bereits im 03:25 Uhr. Pünklich um 04:00 Uhr verliessen wir El Rama mit Ankunft in San Carlos um 11:00 Uhr ( bei strömenden Regen ). Ebenfalls an alter Wirkungsstätte gab es am Terminal ein tolles Frühstück. Auch hier kannte man sich bereits 😉 Der Minibus zur Grenze ging dann um 12:00 Uhr. Immigration, Geldwechsel und Toilette, das war schnell erledigt. Um 13:30 Uhr verliessen wir die Grenze ( bereits in Costa Rica ) in Richtung Quesada. Die 107 Kilometer schafften wir in 3,5 Stunden. Schnell ein Zimmer suchen, Abendessen ( Ceviche ) und schlafen. Wir waren sehr sehr müde an diesem Abend. Unseren Flug von San Jose nach Panama hatten wir für 18:45 Uhr gebucht, viel Zeit um auszuschlafen. So verdaddelten wir den Vormittag, genossen am Mittag eine weitere Ceviche bevor wir den 13:00 Uhr Bus in Richtung San Jose bestiegen. Am Flughafen sind wir um 16:00 Uhr angekommen ( wieder mega Regen ). Kurz ne mega teure Pizza am Flughafen, der Flieger in Richtung Panama City hob fast pünktlich ab. Landung dann in Panama City um 21:37 Uhr ( + 1 Stunde, wir nähern uns Deutschland ein wenig ). Mit dem Taxi ( Bus am Abend zu unsicher ) ging es zu unserem vorgebuchten Hotel. Noch schnell in den Minimarkt um Wasser zu kaufen und jetzt aber ins Bett. Willkommen in Panama ( Nach 61 Stunden Reisezeit inkl. 2 Übernachtungen…. Puuuuhhhhh ). Erster Eindruck: Wir könnten auch in einer asiatischen Großstadt sein. Hatten wir ja lange nicht.
Haben sich so vielleicht Adam und Eva gefühlt ? Schlangen gibt es hier keine und die Äpfel sind zu teuer, aber wir haben uns trotzdem wir im Paradies gefühlt. Was sollen wir hier groß schreiben. Wir haben hier 8 tolle Nächte verbracht. Einzig das etwas schlechter werdende Wetter und die teilweise lästigen Sandfliegen haben uns dazu bewogen weiter zu reisen. Die entspannte Zeit haben wir ausgiebig damit verbracht die restlichen Monate zu planen. Schöne Dinge werden wir uns nach anschauen. BCI ist wirklich ein Traum nur die An und Abreise ( sofern man diese mit dem Schiff macht ) ist ein kleiner Alptraum, denn man benötigt Minimum 2 Tage z.B. ab Managua für die Anreise. Wir haben über die Anreise per Schiff schon so manche Horrormeldung gehört, aber so schlimm war es nicht. Allerdings hatten wir auch Glück mit den Wellen, denn diese überstiegen eine Höhe von 1 Meter NICHT. Also unser Tipp, vorher den Seewetterbericht anschauen und dann entscheiden. Auch die Sonne kann einem – bei nicht ausreichendem Schutz – ordentlich auf den Pelz brennen. Ansonsten ist die 6 stündige Fahrt eine super Sache ( wir mögen Wasser ! ). BCI wir kommen gern wieder !