Ladies and Gentleman, please fasten your seatbelt….

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Big Corn Island hat sogar einen Flughafen. Per Flugzeug ist BCI über Bluefields oder Managua zu erreichen. Da der Flughafen die Insel ein wenig spaltet können Fussgänger, Fahrradfahrer etc während der Flugpausen die Start und Landebahn überqueren. Wir nutzten die Gelegenheit ein paar Bilder zu schießen. Das erlebt man ja auch nicht alle Tage. Auf unserer Besichtigungstour kam dann noch ein motorisierter “ Start und Landebahn Reiniger “ per Moped um die Ecke. Der Dreck von den Passanten muss ja weg gemacht werden.

Reisetag von San Carlos via El Rama, Bluefields nach Big Corn Islands

Reisetag von San Carlos via El Rama, Bluefields nach Big Corn Islands

San Carlos nach El Rama:

Schwitzen, Wälzen, Trinken, Toilette …. So haben wir die letzte Nacht verbracht. An Schlaf war kaum zu denken, denn es war mörderisch heiß in unserem Zimmer. Die USD 5,00 “ on top “ für die Klimaanlage wollten wir uns sparen. Am nächsten Tag waren wir aber von diesem Spargedanken geheilt und bestellten einen weiteren Ventilator – der an der Decke hatte nur die Super-Stufe und war zudem viel zu laut – und die Fernbedienung für die Klimaanlage. Der Ventilator kam, aber auf die Fernbedienung für die Klimaanlage warten wir noch heute 😉 Zum Glück kühlte es sich an diesem Abend auf ca. 27 Grad ab. Wir konnten ganz gut schlafen, um 07:00 Uhr ging es allerdings mal wieder früh raus aus den Federn. Der Bus nach El Rama –  Fahrtzeit 7 Stunden – geht täglich um 09:00 Uhr. Vorher gab es noch ein schickes Frühstück. Von San Carlos gibt es lediglich einen Bus am Tag, dieser war entsprechend mega-proppe-voll. Nach Ankunft in El Rama war ein Hotel schnell gefunden. Bei der Suche entdeckten wir auch gleich ein Ceviche Restaurant. Das Abendessen war gesichert. Nach dem Abendessen besorgten wir uns die Tickets für die Liniengaleere von El Rama nach Bluefields ( 05:00 Uhr an der Fähre und Abfahrt um 05:30 Uhr ). Den Abend liessen wir bei Cuba Libre + Co sowie weiterer Reiseplanungen ausklingen.

El Rama via Bluefields nach Big Corn Island:

Wir kamen in das erste Boot ( Ingesamt fuhren wohl so 4-5 Boote an diesem Morgen ) und erreichten Bluefields um 07:30 Uhr. Die Fahrt auf dem Rio Siquia war entspannt, die Landschaft schön aber das Boot war viel zu schnell um diese genießen zu können. Nach der Ankunft in Bluefields ging es gleich zum Ticketverkauf für das Boot nach Big Corn Island. Die Tickets hatten wir 30 Minuten später in der Hand. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, gönnten wir uns eine gute Frühstücks-Grundlage. Der Dampfer legte dann pünktlich um 09:30 Uhr ab. Da war ordentlich was los auf dem Schiff. Da wir erst gegen 08:30 Uhr auf das Schiff sind, waren alle “ normalen “ Sitzplätze schon vergeben. Die Christl hat es sich auf einer Fischkiste gemütlich gemacht, ich hatte mir als Sitzmöglichkeit ein Motorrad ausgesucht. Wie vorher angesagt kamen wir nach ca. 6 Stunden auf Big Corn Island an. Die Insel wurde uns von vielen Reisenden angepriesen. Mal schauen ob sich die 4 tägige Anreise lohnen wird. Nach Ankunft machten wir uns dann gleich auf “ Hotelsuche “ Ein Karibianer begleitete uns ein wenig und zeigte uns ein paar Unterkünfte. Nachdem wir die Lage hier gecheckt hatten entschieden wir uns für das traumhafte “ Princesa de la Isla “ Das ist nicht unserer Preisklasse ( nach zähen Verhandlungen sind wir bei USD 45,00 gelandet ) aber wir wollen es ja auch schön haben im Paradies. Da die Schnellfähre nur 1 x pro Woche von und nach Big Corn Island fährt ( zurück nach Bluefields immer Donnerstags ) mussten wir uns wohl übel – zunächst !! – für 8 Nächte einquartieren 😉 Wir sind dann zum Sonnenuntergang noch ins Wasser und dann noch kurz in die “ Stadt „. Dort haben wir schick und teuer gegessen ( Christl = Red Knapper Filet und Winnie = Jalapeño Shrimps ). Zwischendurch haben wir uns mit einer Riesen Flasche Wasser eingedeckt. So jetzt müssen wir uns nur noch Geld holen und uns etwas günstigere Möglichkeiten zum Essen suchen. Dann ist der Drops gelutscht.

Reisetag von Los Chiles nach San Carlos

Reisetag von Los Chiles nach San Carlos

Auch wenn es wieder teuer war, die Übernachtung in Los Chiles war super. Unser Apartment, mit einer kleiner Terrasse, einer kleiner Küche mit Mikrowelle, Fernseher und Klimaanlage im Schlafzimmer, einer angeschlossenen Sports-Bar mit Schwimmbad, war die USD 26 wert. Das brauchen wir alles nicht, aber ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Wir wollen ja nicht immer meckern. Der Wecker klingelte um 07:00 Uhr, schnell die Rucksäcke gepackt und los zur Straße, wo wir um 08:00 Uhr den Bus erwarteten. Da kam aber keiner…. Nicht ungewöhnlich hier, schließlich ist Sonntag. Warten haben wir ja hier schon gelernt, also Daumen raus. Leider hielt niemand oder wenn, dann fuhr er nicht zur Grenze, obwohl diese nur 6 Kilometer entfernt ist (könnten wir normalerweise auch zu fuss gehen, aber wir sind noch immer stark lädiert von unserem Ausflug). So gegen 9 Uhr kam dann aber doch ein Bus. Die Formalitäten waren innerhalb einer Stunde abgeschlossen. Also auf nach Nicaragua die 2te. ….Und jetzt mal wieder Klassiker…. An einer weiteren Kontrolle der Grenzpolizei nutzte der Minibus-Fahrer die Gelegenheit das Geld einzukassieren, bis hierhin nichts ungewöhnliches, auch nicht, dass der Fahrer kein Wechselgeld für unsere 500 NIO zum Preis von 120 NIO parat hatte. Normalerweise wird dann nochmal an einer Tankstelle zum Wechseln gehalten oder ein Kollege am Terminal hilft aus. Angekommen in San Carlos herrschte wie immer heftige Betriebsamkeit, ergo wir haben vergessen das Wechselgeld zurück zu fordern bzw. der Fahrer kam nicht auf die Idee uns das Geld zurück zu geben…. Wir wollen ja niemandem was Böses unterstellen…. Wie auch immer, wir hatten Hunger und am Terminal gab es einige Comedores, genau nach unserem Geschmack, Gallo Pinto mit Huevos, Bananos Fritos y Queso war schnell bestellt, einmal durchatmen…. da kam uns die Erleuchtung…. Sch….. unser Wechselgeld….. Der Bus ist aber schon wieder weg… Haben wir wirklich EUR 13irgendwas in den Sand gesetzt??? Dabei haben wir uns gerade über das super günstige Frühstück gefreut…. Nein!!!! Wir haben ja Zeit, also warten wir bis Kollege wieder zurück kommt, ist ja schließlich ein Shuttle-Service von der Grenze nach San Carlos, eine Strecke von ca. 30 Minuten. Und tatsächlich er kam wieder. Er hielt gerade ein kleines Pläuschchen mit seinen Kollegen, da kam Kampfzwerg Christl dazwischen: „Disculpe Amigo… Hemos Olvidado algo en su carro…..“ („Entschuldige mein Freund, wir haben da was in Ihrem Auto vergessen….“) Und schon war er galant von seinen Kumpels weggelockt, da packte Christl höflich bestimmt aus, Amigo… da war doch noch das Wechselgeld…. Ähhhh Ohhhhh…Wie viel noch gleich??? Claro que sí….. Der Tag war gerettet, das Geld hatten wir wieder und auf ging es zur Unterkunftssuche. Pünktlich zum Anpfiff des „El Classico de LaLiga“ ( Real Madrid gegen Barca) kamen wir frisch geduscht und trotzdem schon wieder durchgeschwitzt ( bei so ca. 37Grad Celsius, kein Wind) in einer Freiluftkneipe an. Das war mal eine Stimmung! Hätte auch eine WM sein können! Die Kneipe gefüllt mit Fussball- und Trinkbegeisterten, von jung bis alt, alles vertreten, halb Barca- halb Real-Fans, man verstand kaum sein eigenes Wort, aber das war auch nicht nötig!!!! WELTKLASSE!!!! Und ein verdienter Sieg von Barca. Mehr ist dazu nicht zu sagen! Weiter ging es auf unsere Terrasse mit Seeblick (wieder der Nicaraguasee, diesmal aber von der anderen Seite), den Sonnenuntergang bei einem gepflegten Flor de Caña mit Coca-Cola genießen, noch ein zünftiges Abendessen und zu Ende geht ein ereignisreicher Tag. Bienvenidos de nuevo a Nicaragua!

Reisetag von La Cruz via Upala, Veracruz, Caño Negro nach Los Chiles

Reisetag von La Cruz via Upala, Veracruz, Caño Negro nach Los Chiles

Früh machten wir uns auf zum Busterminal. Wir hatten zwar nur 146 Kilometer auf der Uhr, aber man weiß ja nie…. Frühes Wecken war angesagt ( 06:30 Uhr ) aber dann auch aus dem Bett kommen ist eine andere Hausnummer……. Also aus dem Bett und packen und wir waren um 08:00 Uhr am Terminal. Oh Mist der Bus nach Upala geht erst um 10:30 Uhr. Die Strecke über Liberia wären 80 Kilometer mehr. Also warteten wir lieber auf den Bus nach Upala als über Liberia zu fahren ( der Bus wäre dann sofort gefahren ). Pünktlich um 10:30 Uhr ging es dann los, Upala erreichten wir um 13:00 Uhr. So ein Mist, denn der nächste Bus nach Los Chiles fährt erst um 16:00 Uhr. Nochmals warten, nein Danke darauf hatten wir kein Bock. Also was machen, an die Straße, denn wir hatten ja noch 64 Kilometer aufn Zettel. Zunächst ging es mit einem LKW auf der Ladefläche nach Upala Centro. Von dort aus ging es per Bus zur Abzweigung nach Los Chiles. Dort mussten wir 1,5 Stunden auf die nächste Mitfahrgelegenheit warten. Wir brachten es auf ganze 14 Kilometer nach Veracruz. Dort füllten wir unsere Wasservorräte auf. Dann kamen auf einmal 3-4 Fahrzeuge gleichzeitig, aber alle an uns vorbei. Nee doch nicht, denn ein Pick Up setze wieder zurück und beförderte uns weitere 10 Kilometer. Wir ruhten uns ein wenig aus, spielten mit einem Hund und nach 15 Minuten kam der nächste Pick Up. Das war mal ein richtiger “ Schlag “ ( Fahrer a la Schumi / alles Gute MS1 ) brachte uns bis kurz vor Los Chiles. Nur wenige Sekunden später befanden wir uns in einem Japan “ Oldsmobile “ und erreichten Los Chiles um 17:45 Uhr. Schnell war eine Unterkunft gefunden. Wir genehmigten uns noch eine Ceviche und dann ab ins Bett. So per Anhalter ist schon geil aber auch anstrengend. Jetzt erstmal den Staub abduschen und schlafen. Morgen versuchen wir Nicaragua zu erreichen…..

Ausflug in den Nationalpark Santa Rosa

Ausflug in den Nationalpark Santa Rosa

Der Wecker klingelte um sieben. Lt. der “ Hotelmanagerin “ einfach den Bus zum Eingang des Nationalparks nehmen und dann geht es los….. Erstmal ging zum Frühstück zum Bus Terminal. Das Frühstück wieder “ Gallo Pinto “ mit Eiern und Käse, dazu eine schön scharfe Soße. Die Busfahrt vom La Cruz zum Eingang des Nationalparks dauerte nur 25 Minuten. Dort angekommen wurde uns mehrsprachig mitgeteilt, dass der offizielle Eingang um 7 Kilometer verlegt wurde. Hmm OK egal dann gehen wir eben zu Fuß, kacke. Zum Glück hat uns ein Tourist aus Venezuela mitgenommen. Bei morgens schon gefühlten 18.000° wäre das voll der Horror gewesen. Also kurz informiert und die viel zu hohen USD 15,00 pro Person gezahlt und los ging der Fussmarsch. Ziel zunächst ein “ Mirador “ in ca. 3,5 Kilometer Entfernung. Der Weg dorthin, einsam, heiß, verbrannte Erde und an Tierwelt nix los. Auch der 1 Kilometer lange Weg weg von der Straße war nix dolles. Also was machen wir jetzt, OK noch ein paar hundert Meter und wir gehen zurück, den es scheint als wären wir die einzigen hier im Park. Welch Wunder aber es kommt ein Auto, wir natürlich gleich rein da. Weitere 2 Kilometer sind wir dann in dem wunderbar klimatisierten Auto mitgefahren ( Clayd + Frau aus Oregon ).  Deren Ziel der Strand ! Nach Aussagen von Clayds Frau soll der Strand “ beautiful und awesome “ sein.  Wir entschieden uns ebenfalls für den Strand ( mit Clayd und Frau als Rückfahrkarte ). Die Straße leider unbefahrbar mussten wir uns 6 Kilometer vor dem Strand zu Fuß auf den Weg machen.  Der Weg dorthin auch eher Einöde. Der Strand wunderschön und menschenleer. Außer Strandgut ( Holz ) ein paar tote Schildkröten, viel Sand und toller Wellen nix los. Wir genehmigten uns ein schönes Bad im wilden Pazifik, dann ging es auch schon wieder zurück. Nachdem wir weitere 9 Kilometer zurück gelegt hatten – wir waren gerade dabei ein paar schicke Photos von Kapuzineraffen zu machen – kamen dann die “ Claytons „. Schnell war klar, dass die beiden uns zurück nach La Cruz mitnehmen werden. Was für ein Glück, denn wir hatten schon 21 Kilometer auf dem Buckel – kein Wasser mehr , Staublungen, Blasen an den Füßen – und ausserdem war die Luft komplett raus. In La Cruz angekommen ging es erstmal in den Supermarkt um Getränke einzukaufen. Wir hatten sehr sehr viel Durst… Danach dann ab aufs Zimmer, duschen und nur noch entspannen.

Also hätten wir die “ Per Anhalter “ Möglichkeiten nicht gehabt, hätten wir den Strand – sowie unser Hotelzimmer – nicht mehr bei Tageslicht erreicht. OK es ist Ende der Trockenzeit, wir hätten uns aber ein paar mehr schönere Wanderwege im Park gewünscht. Zumal der Eintritt mit USD 15,00 pro Person mega teuer ist. Vielleicht bekommt man in der Regenzeit auch mehr Tiere zu sehen. Der mehr oder weniger einzige Wanderweg ist die Schotterpiste. Ob sich dort – auch zu anderen Zeiten – mehr Tiere aufhalten bezweifeln wir stark. Das haben wir uns anders in Costa Rica vorgestellt. Aktuell nur übertrieben teuer und nicht so dolle….. Wir freuen uns schon wieder auf Nicaragua…….

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